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Full text of "Yamaha FJR 1300 TechnikZusatz Service Manual"

Elektronische 
Benzineinspritzung EFI 




YAMAHA 



In diesem technischen Leitfaden 
geht es vorrangig um: 

Aufbau und Funktion des Steuergerates 

Sensoren 

Aktuatoren 

Abgasreinigung 

Arbeitsweise des Motormanagements 

Diagnosefunkionen des Mitsubishi 

Steuergerates 



coot fjfujoo eri 



Inhaltsverzeichnis 



Allgemeines/Vcrgkichc 4 

Motor-management, Lagc dcr Kumpoiienttn 5 

Mess-System fur die Ansaugluft / 

Das 1 1 r ">|r j tzsystern _ twtM 7 

Funktion der Komponenten 8 

Steuergerat 8 

Zusatzfunktionen _ „ , g 

Aufbau und Funktion des Steuergerates 10 

Kontrollberechnungen des Steuergerales. Drosselklappengehause 11 
Druclcregler. Scnsoren 1 2 

Sensoren. Ansaugdrucksensor 1 2 

Atmospharendrueksensor, Kuhlmittcltcmperatursensor 13 

Ansauglufttemperotursensor 13 

Drossclklappcnscnsor, Saucrstoffsondc „ 14 

Zylindcridentifizicrungssensur, Kurbelwellensensor 15 

Gciehwindigkeitssensor _ 1 5 

Aktuatoren/hinspritzventile 16 

Benzinpumpe, Hauptrelais 17 

Sekundarluft-System _ iq 

Abgasreinigung 19 

Dreiwege-Katalysatoren. Funktion der Komponenten 19 

Korrektur des Kraftstnff-Luftgemisches 21 

Schubabschsltung, Drervahlbegren7er 22 

Arbeitsweise des Motor-management 1 . 23 

Ermittlung der Ansaugluftmcnge „ 23 

Festkgung dcr endgiiltigen Einspritzdaucr 24 

Spannungskompcnsaliun, Anrcieherung nach dtm Start 25 

Aufwarinanreicherung, Ansauglufttemperatur-Kompensation 26 

Beschltunigungsanreicherung, Verzogerungskompensation 26 

Lanibda-Korrektur, Asynchron-Einspritzung 27 

Diagnosefunkiionen _ 28 

Cockpit-ZSteuergcrat-Kommunikation, Selbstdiagnose 28 

CO-Einscellmodus 29 

Fehlerdiagnose-Anzeige 30 

Bauteilprufung-Diagnosecode , 31 



m 



A Iqemeines/Vergleiche 



Die neue Einspritzanlage von Mitsubishi (PFI = Electronic Fuel Injection) basiert jwarauf 
der Saugrohreinspritzung der GTS10O0. ist aber auf dem neuesten Stand der Technik. 

In dos Motormanagement der neuen EFI wurde auch die Lambda Steuerung integriert, 
die fiir eine optimale Konverticrungsarbeit der Dreiwegekatalysotoren unerlasslieh ist, 
und auch das Sekundarluft-Systcm, zustandig ftit die Nachvcrbrcnnung der unvollstan- 
dig vctbranntcn Rcstgasc im Auspuff, wird vom zentralen Stcucrgerat kontrollicrt. 
Dadurch werden ein gOnstlger Kraflsioffverbrauch und tin sehr geringer 
SchadstotfaustoS realisiert. 

Die folgende Tabelle vergleicht Einsprit2modelle von Yamaha miteinander: 





GTS 1000 
(4BH) 


YZF-R7 FJR 1300 
(5FL) (5JW) 


St;kuiui;rU.U 
System 


Plicht eingebaut 


Nicht einqebaut blektronisch 

aesteuert 


Lambriasonde 

(Sauerstoffsonde) 


Fingebaut, jedoch 
nicht beheizt 


Nicht eingebaut Beheizte 

S mdr 


Katalysat.or 


Dreiweqekatalysator 


Nicht einqebaut Dreiweqekatalysator 


Schadstoff- 
qrenzwerte 


Eingchalten 


Eingchalten Deutlieh unter- 

schritten (EU-2) 


Stcuergerat 


Mctallgchausc 
42-poligcr, nicht 
wasserdichtcr 
Anschlussstecker 
Gewicht: 630 g 


Kunststoffgchausc, Kunststoffgchausc, 
ytbchlobicri, intcyrier- gcMrhlosben, 44-po- 
ler, 60-poliyer, wasser- ligcr, wasserdiehler 
dichter Anschluss Anschluss, Gewicht; 
btiOg +■ 600 g CDI 350 g 


CO-Gchslt- 
Einstellung 


Durch Einstellung 
der Einheiten seit- 
lich des Steuergerats 


Durch separate Durch die Nutzung 
Einstelletnheit der Uhreinstell- 
moglich Schalter nioglich 



eooi rjFti3€X) ^n 



Allgcmeines 



Motor management 

Erklarung der Einspritzung (EFI » Electronic Fuel Injection) 

Die elektronische Benzineinspritzung ist ein System, das die benotigte Benzinmcngc kor- 
rekt bemisst und unter verschiedenen Betriebsbedtngungcn bcreit stellt. 

Vortcilc dcr clcktronischcn Benzineinspritzung: 

• Die holie Mulurlcisturig prufilierl Uavon, dass kein besonderer StrOmungstrichter 
wie bci einem Vergaser benotigt wird, weil Einspritzventile zum Einsatz kommen. 

• Die Gemisehaufbereitung ist besser. weil die Einspritzdiise naher am Einlassventil 
sitzt. Dadurch sind die Kondensationsverlustc geringer. 

• Die Laufkultur bei kaltem Motor ist besser, weil alle Parameter vom Mo to manage- 
ment erfasst werden unri die nptimale Gemisehmenge automatisch beigemessen wird. 

• Dureh die Erfassung aller relevanten Daten und die korrekte Gemischsteuerung ist 
die Verbrennung in jedem einzelnen Zylinder effektiver und der SchadstoffaustoG 
geringer. 

Funktionsweise des Systems 

Eine elektronische Benzineinspntzung lasst sich in drei 5ysteme untergliedern: 

• Das Luftsystem - kontrolliert die zur Verbrennung benotigte Ansauglurtmenge. 

• Das Kraftstoffsystem - liefert die zur Verbrennung benotigte Benzinmenge. 

• Das Kontrollsystem - steuert die Einspritzmenge iiber die Einspritzzeit und bestimmt 
den optimalen Einspritz-Zeitpunkt. 



Lage der Kompnnenten 



Kraftstoffsystem 



1*4 H#3 1102 




Kontroll- 
system 



<T) Benzinpunipe 

@ Druckregler 

(§) Einspritzdiise 

@ Drosselklappengehause 

<D Ansaugluft- 

lemperatursensor 
© Drosselklappensensor 
(7) Ansaugdrucksensor 
® Steuergerat (ECU) 
(9) Atmospharendruck- 

Sensor 
(16' Kiihlrnittcl- 

Temperaturse nsor 
(jj) Lambdasonde 
@ 7ylinder- 

Identifizierungssensor 
(j5) Kurbelwellensensor 



1 



saoi rjFV300 ej~i 



Allgemeines 



Motormanagement 

Erklarung der Einspritzunq (EFI = Electronic Fuel Injection) 

Die elektronische Benzineinsprit2ung ist ein System, das die benotigte Benzinmenge kor 

rekt bemisst und unter verschiedenen Betriebsbedingungen bereit stellt. 

Vortcilc dcr clcktronischcn Bcnzincinspritzung: 

• Die hOhe Molorleislung prufitierl Uavun, dass kein besonderer Stroruungstrichter 
wie bei einem Vergaser bendtigt witd, wed Einsprltzventile zum fcinsatz kommen. 

• Die Gemischaufbereitung ist besser, weil die Einspritzdtise naher am Einlassventil 
sitzt. Dadurch sind die Kondensationsverluste gcringer. 

• Die Laufkultur bei kaltem Motor ist besser, weil alle Parameter vom Motormanage- 
ment erfasst werden und die optimale Gemischmenge automatisch beigemessen wird. 

• Durcb die Erfassung aller relevanten Daten und die korrekte Gemischsteuerung ist 
die Verbrennung in jedem einzdnen Zylinder effektiver und der SchadstoffoustoB 
geringer. 

Funktionsweise des Systems 

Eine elektronische Benzineinspntzung lasstsieh in drei Systeme untergliedern: 

• Das Luftsystem - kontrolhert die zur Verbrennung benotigte Ansaugluftmenge. 

• Das Kraftstotf system - liefert die zur Verbrennung benotigte Benzinmenge. 

• Das Kontrollsystem - steuert die Einspritzmenge Liber die Einspritzzeit und bestimmt 
den optimalen Einspritz-Zeitpunkt. 



Lage der Komponenten 




(T) Benzinpumpe 

(3) Druckregkr 

(3) Einspritzdusc 

<4) Drobiclklappcngchausc 

(5) Ansaugluft- 

Temperatursensor 
(S) Orosselklappensensor 

(7) Ansaugdrucksensor 

(8) Steuergerat (ECU) 

(9) Atmospharendruck- 
Sensor 

© Kuhlmittel- 
Ternperatursensor 

<3j) larnbdasonde 

@ Zylinder- 

Identifizierung&sensor 

d3) Kurbelwellensensor 



Allgemeines 



Lage der Komponcnten 




(T; Ziindspule 

@ Luftfillergehdusc 

(3) Ansaugluft- 
Teroperatursensor 

(4) Benzinftirderleitung 
© Benzintank 

(6) Benzinpumpe 
(f) Benzinriicklaufleitung 
CD Ansauqdrucksensor 
® Drosselklappensensor 



® Cinspritzdusc 
© Lambdasonde 
(© Katalysator 
(g> Kurbeiweliensensor 
(W) Kuhlmittel- 

Temperaturscnsor 
® Ziindkerze 
® Zylinder- 

Identifizierunqssensor 
® Druckregler 



® Battcric 

® Steuergerat. 

© Atmospharendruck- 

Sensor 
@ Einspritr-Hauptrelais 
@ Einspritz-Warnleuchte 
@ Automatischer Not- 

Stoppschalter 



Urn die Einsprttzanluge der FJR1300 deutlich erklaren zu konnen, muss man sie in drei 
einzelne Systeme unterteilen: 

Das Kraftstoffsystem 

Das Benzin wird durch die Benzinpumpe (Iber den Benzinfilter zu den Einspritzventilen 
gefOrdert, die nahe dxn Eifilassvenlilen siuen. Ein Druckrtgler sorgt daftir, dass der 
Kraftstoffdruek an den Einspritzventilen urn 2,5 bai hoher 1st ais Im Ansaugkanal. 
Das Steuergerat gibt nicht nur das Signal zum Einspritzen. sondern sleuert aueh die 
Einspritz-Dauer und somit die Einspritzmenge. 

Das Zundsystem 

Das Ziindsystem besteht aus der Zundverstelleinheit, die im Steuersyslem intergriert ist. 
den Ziindspulen und den Ziindkerzen. Das Steuergerat gibt letztlich den Irnpuls ftir die 
Ziindspulen. einen Ziindfunken entstehen zu lassen. Die Steuerung geschieht Shnlir h wie 
bei einerti konventionellen Vergasermotor. 



" 



z€x>i rjf=ii3oo ^n 



AHgemeines 



Das Kontrollsystcm 

Die Dauer der Benzineinspritzung. der Zeitpunkt der Einspritzung und dcr Zundung wird 
vom Steuergerat bestimmt. 

Das Abgassystem 

In dcr Auspuffanlagc rcduzicren zwci Katalysatoren die Kohknmonoxid-, Kohlen- 
wasscrstoff- und Stickstoffanteik im Abgas. 

Das Motormanagement 

Basiskontrolle 

Die Menge der Ansaugluft andert sich jeden Moment, je nach dem, wie hoch der Motor 
dreht und wic weit die Drosselklappen geoffnet sind. Deshalb sorgen fin 
Luftdruckmesser, ein Drehzahlsensor und ein Drosselklappensensor fur die notigen 
Informationen, um die richtigc Kraftstoffmenge einsprit/en 711 konnen. 

Zusatzkontrolle 

Der Motor MeGe sich zwar mit der Basiskontrolle, also den oben genanntcn Scnsoren 
betreiben, aber damit die Einspritzung untet Umwcltgcsichtspunkten noch besser betrie- 
ben werden kann, kommen darubcr hinaus ein Atmuspharcndruek-Sensor, ein 
Temperaturscnsor und cine Sauerstoff- bzw. Lambdasonde zum Einsatz. 

Das Mess-System fur die Ansaugluft 

Lufldichtc mcs.su rig it rid I)n»->M-lkldp;jciislt.-|!iing 

Um die Gemisehzusammensetzung exakt bestimmen zu kbnnen, ist es nbtig, die ange- 
saugte Ljftmenge genau zu bestimmen. 

Zu diesem Zweck kommen zwei Messsystem zum Einsatz, die jeweils mit der aktuellen 
Motordrchzahl verknupft werden: Zum einen das kompakte Luftdiehte-Messsystem 
(Motordrehzahl/Luftdichte) und das Drosselklappen-Messsysrem (Drosselklappen- 
offnungMotordrehzahl). Durch die Combination beider Messmethoden wird eine hohe 
Wessprazision bei der Bestimmung der angesaugten Luftmeige erreicht. 



Das Einspritzsystem 



Dcr Ktaftstoff gclangt Cibcr die EinspriLzdusen in die Zylinder. Das Steuersignal dazu 
kommt vom zentralcn Slcucrgerat. Die elektronische Kraftstoffeinspntzung arbeitet 
stqucnticll und fui jeden Zylinder unabhangig, damit fur jeden Arbeitstakt die optima- 
le Kraftstoffmenge zum riehtigen Zeitpunkt eingespr>tzt werden kann. 






Ailgemetnes 



Funktion dcr Komponcntcn 

Kraftstoff-Kontrollsystem 

Zum Kraftstoffkontroll-System gehoren folgende Bsugruppen: 





Bauteile 


Funktion 


Kontroll- 
Einhciten 


Steuergerat 

Drossclklappcn- 

Gchausc 

Druckreqler 


Steuerung aller Einspritzvorgange 
Kontrollc dc angcsaugten Luftmenge 

Stcuerunq dcs Druckb in dcr Bcnzinleilunq 


Sensoren 
fiir 

angefiihrtc 
Zustande 


Ansaugdruck 

Atniospharendruck 

Kuhlmitteltemperatur 

Ansauglufttemperatur 

Drosselklappenstellung 

Sauerstoffgehalt 

Zylindendentifizierung 

Kurbelwellendrehzahl 

Fahr7euqtrmpo 


DrLck in Ansaugkanal mcssen 
Umgebungsluftdruck mcssen 
Kuhlmitteltemperatur messen 
Ansauglufttemperalur messen 
Drosselklappenoffnungswinkel messen 
Sauerstoffgehalt im Abqas messen 
Zur Zvlinderbestimmuno. beitragen 
Drehzahl messen. Stellung der KW nielden 
A k - 1 1 r 1 1 ( Gesohuvinriigkeit me«en 


Aktuatoren 


Einsprit2ventil 
Benzinpurnpe 

Sekundarluft-System 


Kraftstoff einspritzen 

Kraftstoff unter Druck fordern 

Luft 2ur Nochverbrennung heranfuhren 



Kontrolleinheit 

Steuergerat (ECU - Electronic Control Unit) 

Das Steuergerat der KJR1 300 befindet stch unter der Sitzbank. Es gehort zu einer vollig 
neuen, sehr leiehten und kompakten Generation von Steuergeraten. 
Zu den Hauptfunktionen des Steuergerates zahlt die Selbstdiagnose und Priifung der 
einwandfreien Funktionsfahigkeit von Einspritzung und Zundung. 











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Allgememes 



Das Zusarnmenwirken von Sensoren. Steuerung und Aktuatoren: 

Hauptfunktionen: 

1. Alle Signale von den Sensoren passieren die Eingongsschnittstelle des Steuergerates 
und gelangen zum Zentraiprozessor (CPU - Central Processing Unit). 

2. Dcr Zentraiprozessor pru ft, ob die Signalmcldung korrckt ist, vcrarbcitct die 
Information und gtbt cin Stcucrsignal. 

3. Die Ausgangsschnittstelle leitet die Steuerbefehle an die Aklualoren weiler, die auf 
den Bereehnungen des Zentraiprozessors beruhen. 

Zusatzfunktionen: 

1. Diebstahtschutz 

Das Zundschloss sender bestimmte Impulssignale an die Steucreinheit sobald der 
Zundschlussel auf „0N" gedreht wird. Das Steuergerat pruft diese Signale und beginnt, 
wenn alles korrekt ist. mit der Kontrolle der Einspritz- und Ziindsysteme. Wird das 
Zunrisrhloss uherhruckt. kann der Motor nirht gestartet werden. Die Impulssignale 
iwerdpn nur dann an das Steuprgerat knrrekt weitergeleitet. wenn das 7iindschloss 
aueh korrekt von ..OFF" auf ..ON" gesehaltet wurde. 

2. Unterbrechung der Einspritzung durch Seitenstanderschalter 

Aus Sichcrhcitsgrundcn kann die Einspritzung durch das Steuergerat untcrbrochen 
werden, wenn bestimmte Schaltcrkunstellatiunen (Kupplungs-, Lcerlauf- und Seiten- 
standerschalter) zutreffen. Der Motor stirbt dann ab oder ISsst sich nicht starten. 

3. Automatischer Not-Stoppschalter 

Sollte das Motorrad umfallen, stoppt der automatische Notsehalter den Motor sofort. 
Dies geschieht durch den speziellen Schalter in Abstimmung mit dem Steuergerat. Das 
Siqnal zum Absehalten des Motors wird qeqeben, wenn das Motorrad 70 Grad von der 
Senkrechten nach links oder rechts abweicht. Die Einspritzung wird darn unterbro- 
chen. Bei normaler Kiirvenfahrt kann also selbst in starker Schraglage dcr automati- 
sche Not-Stoppschalter nicht aktiv werden. Ist der Motor durch den automatischen 
Not-Stoppschalter abgestellt worden. muss erst die Ziindung ausgeschaltet werden. 
bevor der Motor wieder startet. Das Motorrad muss sich dann in einer aufrechten 
Position befmden. 





Schwimmcr 

(D Schwimmcrachsc 

(3) Schwimmcrgchausc 



Aufbau und Funktion des Steuergerates 



Bautcilc des Steuergerates und ihrc Funktioncn 























Battcric 






Steuergerat 










Imptilsgetier- 
Sensor. N- 
Slgnal (Kurbel- ] 
wrllcnpositlon) 

sctuitcr 

Sensoren - 




11 








- tinspritzventtl 

-/'lK|l.llr 

Warn-ZControll- 
leuchte 

- Re lak 








Strnm- 

einqang 

(Schallkreis) 




Ausgangs- 
schnittstelle 
(Schaltkrcis) 






Eingangs- 
srhniltstelle 












• 






1 






Zcntral- 
Pru^tssvr 


Steuerleitung 
Emspritzventile 


— I 
















Signalverlauf- 
Schaltkreis 




Steuerleitung 
ZOndung 


















Digital- 

Eingangs- . 
sthallkreii 




RAM/ROM 




Strurrlpitung 

Warnlcuchte 




Speicher 










H 










l A/U-Konverter 
-A Einqanqs- - 
schallkreis 


Relals-Aus- 
gangslcitung 





























Zu den Hauptkomponenten des Steuergerates gehoren vier Baugruppen: Der 
Arbeitssttomkreis, der das Steuergerat mit Slrom vcrsorgt; der Zentralprozessor, der alle 
wichtigen Signale berechnet und die Eingangs- und Ausgangsschnittstelien, iiber die 
Signale ein- beziehungswcise abgehen. 

1. Arheitsstromkreis 

Der Arbeitsstromkreis speist das Steuergerat mit einer Spannung von 5 Volt, die er aus 
dcm 12-Volt-Bordnetz bezieht. 

2. Eingangsschnittstcllc 

Hicr laufcn allc analogcn Informationssignalc cin, die durch den A/D-Konvcrtcr in 
digitalc Signale umycwandclt und in den Zentralprozessor cingespcist werden. 

3. Zentralprozessor 

Der Zentralprozessor pruft zunachst, ob die eingehende Sensor-Information .normal" 
1st. Diese Prufung basiert auf Erfahrungswerten von ubliehen Sensorsignalen. Dann 
kalkuliert der Rechner die Einspritzdauer, den Einsprttzzeitpunkt und den 
Ziindzeitpunkt - und zwar auf Basis der Informationen der Sensoren. Diese Infos wer- 
den kurzzeitig im Arbeitsspeicher (RAM) des Rechners gespeichert und durch die 
Software verarbeitet, die sich im Speicher (ROM) befindet. Die Steuerbefehle gelan- 
gen uber die Ausgangsschnittstelle zu den Aktuatoren. 

4. Ausgangsschnittstelle 

In dieser Sehnittstelle werden die Steuersignale so knnvertiert, dass sie zu den enl- 
sprechenden Aktuatnren passen. Die Sehnittstelle kann aurh Signale an die Warn- 
/Kontrollleuchten oder das Relais senden - je nach Situation 



10 






ZOOI fJ¥=U300 Gfi 



Funktion des Steuergerates 



Kontrollberechnungen des Steuergerates 

Diese Kontrollberechnungen konnen in drei Hauptgruppen unterteilt werden: 
1. Die Finsprit?konlrolle 
1. Die Ziindungskontrolle 
3. Die Selbstdiagnose 

Dicsc Bcrcchnungcn werden wic naehfolgcnd bcschricbcn wicdcrholt. Jc nach 
Betriebsbedingung konnen die Aktuotoren dabei weiter betrieben werden. Erkennt die 
Stlbstdiagnusc cine Fehlfunktion, siynalisirrt dies die Motorsleueiungs-Warnlcuchtc. 
1st die Fehlfunktion unkritisch, werden sogleieh Korrckturen cingeleitet. 



Software -Priifschritte 



Ziindschloss ..ON" 



% 



Steuergerat witd initialisiert 



X 



\ 



AT-lmpulskontrolle der 

Diebstahlschutzfunktion 



,._: : , : : ,.__-_: : 






■-I 


1 k. 

i a- ■ 

i w o- n c (• 

1 ° C O F r C 
it ' 




Impulsempfang 








Kontrollberechnungen 








Einspritz- und Zundbefehle 





Drosselklappengeha'use 

Die Drosselklappen silzen wie ber Vergaser-Versionen in einem komplexen Gehause und 
werden mechanisch uber Gasziige vom Fahrer bedient. Unterschiedliche Offnungswinkel 
der Drosselklappen werden als wechselnde Ansaugluftmengen vom Steuergerat wahrge- 
nommen und entsprechend beriicksichtigt. 




(D Benztndruckleitung 

(2> Druckregler 

© Einspritzventil 

® Drosselklappensensor 

(s) GehSuse der 

Kaltstartanreicherung 



n 



Bauqruppen der Einspritzung / Sensoren 



Druckregler 

Das Benzin wird von der Benzinpumpe unrer Druck zu den Einspritzventilen gefordert, 
die den Kraftstoff dosiert in den Ansaugkanal injizieren. Die Einspritzmenge wird vom 
Steuergerat (iber die Einspritzdauer gesteuert. Wiirde der Finspritzdruck einfach nur in 
Relation zum atmospharischen Druck bemessen, konnte ein hoher Unterdruek im 
Ansaugkanal bei gleicher Einspritzdauer - ein mageres Gemtsch zur Folge haben. 
Deshalb sorgt der Druckregler dafiir. dass der Lcitungsdruck und somit der Druck an 
den Einsprilzduscn imtnet 2.5 bar h6hcr ist a Is dor Druck im Ansaugkanal. 
Das Benzin wird von der Btnzinpumpe zu einer Kraftstoffkammcr gefordert, «u das 
Benzin auf eine Membrane druekt. Die Druekverhaitnisse der Ansaugkanak wirken auf 
der anderen Seite der Membrane, wo eine Feder sitzt. Steigt der Druckunterschied auf 
einen Wert uber 2,5 bar, driickt die Feder gcgen die Membran und presst Kraftstoff 
iiber die Riieklaufleitung zuriiek in den Tank. 



Federkammer 






, Feder 


Unterdruek -| f 


v [1 1, Membrane 






vom n^M 
Ansaugkanal I™ 

Ventil ^ 

Kraftstoff ' 

kammer 


1 


a. 
I 


E, %£$ 


f^ Benz.nemiass -I — -^ 





jp-j r f\ in rv 






'-* Beozinauslass 



Sensoren-Baugruppe 

Ansaugd ruck-Sensor 

Dieter Sensor erzeugt elektrische Signale. die aus den Druckverhaltnissen im Ansauq- 
trakt resultieren. Der Senior hesteht aus einem Silikon-Chip. der auf der einen Seite in 
einem Vakuum sitzt und auf der anderen <>eite dem Ansaugkanal zugewandt ist. Der 
elektrischc Chip Widerstnnd verandert sich proportional zu den Druckverhaltnissen. 
Der Widcrstand ist vcrstarkt, cingestcilt, tempcraturresistent und wird von 
Halblcitcrsthaltkrciscn in ein Spannungssignal umgcwandelt. 



Schild gegen elekt'o- 
magnetische Oberlagerung 



Hybrid-IC 
[Halbleiter- 

schaltkreis) 




ensoreinheit 



Si 

2, 














en 
= s- 

I 2 








3tx\ 


: 










o- 




^^^H ^^^^^H 




20 


47 


101 






Drue* (kPa) 





1/ 



2001 rJFl!3€X> GFI 



S?n$orsn 



Atmospharendruck-Sensor 

Dicscr Sensor tragt dazu bci, dass die Einspritzanlagc atmosphSrischc Druck3nderungen 
(verSndcrte Luftdkhtt) kompensknen kann, die durch HOhcnuntcrbchicde zusiande kom- 
men. Der Censor arbeitet genau so wie der zuvor beschrieOene Ansaugluftdruck-Sensor. 

Kuhlmitteltemperatur-Sensor 

Dieter Sensor reagiert auf Warmeanderungen mit unlerschiedliehem Widerstand, der als 
elektrisches Signal verarbeitet wtrd. Der HeiBleiter im Inncren ist ein Halbkiter, der bei 
niedrigen Temperaturcn cincn starken, und bei hohen Temperaturen cincn geringen 
Widcrsland Icistcl. Die Widcnlandsandcriinge'n werden vom Stcucnjcrat bcrueksichligt. 




Ansaugluft-Temperaturscnsor 

Dieser Sensor erzeugt elektrische Signale, die aus dcr Ansauglufttemperatur resultieren. 
Die Arbeitsweise des Sensors ist die gleiche wie die des oben beschriebenen Kuhlmittel- 
TemperaTursensors. 




I? 



Sensoren 



Drosselklappensensor 

Der Drosselklappensensor wandelt den Offnungswinkel der Drosselklappen in ein elek- 
trisch verwertbares Signal urn. Fin Mitnehmer dreht sich mil der DrosselklappenwHIe 
urri fahrt dabei Srhleifknntakte ab, iiber Hie die lA/inkelinfnrmatinnen zum Steuergerat 
gelangen. Der Drosselklappensensor funktioniert wie ein regefbarer Widerstand 
(Potentiometer), der vom Steuergerat konstant mit B Volt Spannung beaufschlagt wird. 
Die ubcr die Schleifkontaktc gcgcbenc Ruckmcldung (ViA-Signal) zum Steuergerat ist 
ein Mafj fur den Widerstand und somit fiir die Stellung der Drosselklappen. 



1 / 




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nkel der Drosselklappen 



Sauerstoffsondc 

Die Sauerstoffsondc wandcll den Saucrstoffantcil im Abgas in ein clcktrisch verwertbares 
Signal um. Um den Rcstsaucrstoffgchalt im Abgas zu messen, wird die elektrische 
Leitf3higkeit von Sauerstoffleilehen auf Stat) Item Zirkuriiurii-Eleklrulyt genuUt. Das 
Zirkonium-Elektrolyt ist in ein Messrohr verpackt und auf beiden Seiten mit Platin- 
Elektroden versehen. Die eine Elektrodenseite ist zum Abgas, die andere zur atmosphari- 
schen Umgebungsluft gewandt die als Referenzgas dient. Die benutzten Materialien kon- 
nen auf die Leitfahigkeit von Sauerstoffteilchen ab ctwa 300 Grad Celsius reagieren. Bei 
einer Differenz desSauerstoffgehaltes wird eine Spannung generiert. In Abhangigkeit vom 
Restsauerstoffgehalt im Abgas kann die Lambdasonde einen Strom von 800-1000 mV 
generieren. wenn der Lambdawerl kleiner als 1 ist (fettes Gemisch). Bei maqerem Gemisch 
kann die Spannung auf bis zu 100 mVheruntergerien. Lambda =1 liegt bei einem 
Spannungswert von 450-500 mV an Die Spannung der Sonde wird vom Steuergerat iiber- 
wacht und zur Berechnung der Einspritzmenge herangezogen. Die Heizung der 
Lambdasonde sorgt fiir eine rasche Mess-Funktion nach dem Ka Its tart. 



Ausgangsstecker 




Spannung 
hocn 



Schut?scriild 



Abyji 



Spannung — 14.7 

gering 

fettes Gemisch 



Bcn?ln-Luft- 

Miscnungs- 

vtrhaitnls 



magcrcs Gemisch 



14 



ZOOl fJF<13€X> GF9 



Scnsoren 



Zylinderidentifizierungssensor 

Dieses Bauteil arbeitet mil einem hochsensiblen Hallsensor. der das Nockenprofil abta- 
stet und gemeinsam mit dem Kurbelwellensensor eine einwandfteie Zuordnung des 
jeweiligen Taktes in den 7ylindern ermoglicht. Dank dieser Terhnik kann die sequentiel- 
\e Einspritzung und Ziindung exakt zylindergererht erfolgen. 




Kurbelwellensensor 

Dieser Sensor erkennt den Drehwinkel der Kurbelwelle und meldet die Kurbelwelllen- 
dreruahl. 








N-Signal 

" 90' Kurbelwellcmvinkei 



Geschwindigkeitssensor 

DicscrSensor sitzt ubcr der Welle des Umlenkgetriebes und meldei auf Grund der vor- 
beistreichenden Zahne des Zahnradesdie Geschwindigkeit des Motorrades durch elek- 
trische Impulse dem Steuergerat. 




15 



Aktuatoren 



Einspritzventik 

Jedes einzelne Einspritzventil liefert auf Schaltbefehi des Steuergeriites die richtige 
Ben2inmenge. Die Diise des Naddventils ist - wie in der Zeiehnung gezeigl - federbela- 
stct. Die Nadei in der Diise dichtet sie so ab, dass kein Kraftstoff ungewollt austreten 
kann. Licgt cine Spannung an der Spulc des Magnetventils an. wird die Diise hochgezo- 
gen, bis der Flansch zwischen Diise und Nadcl das Distanzstuck bcriihrt. Dadurch wird 
cine glcichmSBigc Nadelbeweyuny errcicht, die wiederum wichlig ist fOr einen 
gleichinaBigen Kraftstoffaustritt. Dcnn nur dann kann UUer die Einsprilzzeit aut:h die 
genaue Einspritzmenge bemessen werden. Dazu tragt selbstverstandlich auch der 
Druckregler in der Benzinleitung bei. 




Vierloch-Diise 




(7) Duse mit Nadelventil 

(2)0-Ring 

(3) Filler 

fVlagnetventilspule 
Riickholfeder 
(2) Dtstanz^tiick 



IS 



ifoai rjnvjoo m 



Aktuatoren 



Benzinpumpe 

Die Benzinpumpe fordert der Kraftstoff zu den Einspritzventilen und sorgt zusammen 

mit dem Drurkregler fur den nbtigen Leitungsdrurk. 7ur Benzinpumpe gehort eine 

Pumpeneinheit, ein Elektromotor, ein Filter sowie ein Kontroll- und ein tJberdrurkven- 

til. Die Rotorpumpe ist in den Tank eingebaut. Die Elektromotorwelle und die 

Pumpenwelle sind direkt miteinander verbunden. 

Der Kraftstoffftlter sitzt direkt auf dem Einlasskanal dcr Pumpc, wo er den Eintritt von 

Fremdkorpern - auch in die Benzinleitungen - verhindert. Der Filter schutzt nicht nur 

die Pumpc, sondcrn auch die Einspritzvcrilile. Er bestcht .nr, Filterpapier, das in cincm 

GehSuse sitzt. 

Ein Uberdruirkvenlil schulzl das Einspritzsystem vor zu hohern Leitungsdruck - auch 

wenn die Benzinieitung verstopft sein sollte. AuUerdem kommt ein Kontrollventil zum 

Einsatz, um einen Kraftstoffruckfluss zu verhindern. 

Dieses Ventil besteht aus Gummi, das sich bei hohen Temperatures ausdehnt und die 

Benzinleitungen abdichtet, wenn der Motor abgeschaltet wurde. Das fiihrt zu einem 

Restdruck in den Benzinleitungen und verhindert eine Dampfblasenbildunq, die ein 

Wiederanlassen des Motors erschweren wurde. 

Hinweis: Der Kraftstofffilter ist wartungsfrei. 



! 



KraHbtort'ilter 





Bcruinchif<i»:tieb 



5cllWHIHHC( 



AusUiultrituuy 



Hauptrclais dcr Einspritzung 

Die Einspritzvcntilc und die Benzinpumpe crhaltcn den Strom Liber ein Hauptrclais. Unter 
nurmalen Bctricbsbcdingungcn halt das Slcucrgcriit den Relaiskontakt geschlossen, so 
dass Einspritzventile und Benzinpumpe mit Strom versorgt werden. Empfanyt das 
5teuerger3t aber ein Signal vom automatisehen Noi-Stoppsschalter oder erhalt es kein 
Signal mehr vom Kurbelwellensensor uber die Motordrehzahl, gibt das Steuergerat dem 
Hauptrelais das Signal, die Stromkreise der Einspritzventile und Benzinpumpe zu offnen 
und sehaltet somit die Einspritzung ab. 

Unabhangig vom Hauptrelais uberpruft die Zundanlage, ob uberhaupt ein Zundfunke 
iiberspringt. Ist dies fur 3 bis 5-Mal nicht der Fall, offnet das Steuergerat das Hauptrelais 
ebenfalls und sehaltet Benzinpumpe und Einspritzung ab. Das bewahrt die Katalysatoren 
vor Schaden durch Fehlzfindungen. 
Siehc aueh Schaltplan. 



17 



Aktuatoren 



Sckundarluft-Systcm 

Wahrend dcr Kallstartphasc und bei Leerlaufdrchzahl lauft der Motor mil einem sehr 
fetten Gemisch. was zu vielen unverbrannten Kohlenwasserstoffen fuhrt. Deshalb 
stromt Sekundirluft hinter den Auslassventilen in den Auspuff, wo HC nachverbrannt 
und somit reduziert werden kann (Oxidation). Ob das Luftsperrventil offen oder 
geschlossen ist, kontrolliert dos Steuergerat automatisch unter Berucksichtigung von 
Kiihlmittcltcmpcratur, Motordrchzahl und Drossclklappcnstcllung. 

Das Sekundarluftsystem arbeitet nur bei Leerlaufdrehzahl, nicht bci hohcr Motordrch- 
zahl, was der Moiorlcisiung ^ugute kommi. 



Steuergerat 





NLuftf ilter 



Luftspcrrvcntil 



X Membranventil 

Lam bdaso nde 



j^CjQ 



c 



:8 



iHMii fJF*1300 en 



Abgasreiniqunc 



Dreiwege-Katalysatorsystem 




-| lit UIC LdlllUllrlMirilll VlJri UIIIIICI Ill'lirillllllU, Wtfl 1(C llrtl Li UrillflUI, (Irlbl 1IIC 

tronische Benzineinspritzung eine bestimmte Gemischzusarnmensetzung realisiert. 
Denn die Dreiwegekatalysatoren konnen den Schadstoffgehalt am Beslen bei einer 
Gemischzusammcnsctzung von 14,7 zu 1 rcduzicren, wenn also 14,7 Tcik Luft auf cin 
Tcil Bcnzin treffen. Dicscr Idcaiwcrt hciOt Lambda — 1. Er wird von dcr Lambdasondc 
uberwachl und von dcr Einsprilzstcuerung umgcscUt. Das Konvertiercn dcr Stoffe, also 
die Umwandlung von Schadstoffen in unschadliche Bestandteile erledigen die 
Katalysatoren. 



Funktion der Komponenten 



Einrichtunq 


Funktion 


Hauptbauteile 


Katalytische 

Nach- 

behandlunq 


Gleichze tige 
Reduktion von 
CO. HC und NOx 


Katalysator-Monolith 
Katalysator-Gehause 


Korrektur 

des KrafKtoff- 

Luftgemisehes 


Rpritiktinn von 
CO, HC und NOx 
(Durch die opti- 
mal Gemisch- 
zusammen- 
setzurg kann 
dcr Kat arbcitcn) 


lamhria-Sonde 

|Sauer*:toffme«sonde} 
Steucrgerat 


Schub- 
AbschaltLing 
wenn Drossel- 
klappen zu sind 


Reduktion von 
CO und HC, ge- 
ringerer v*er- 
brauch 


Drosselklappensensor 
Steuergerat 



Katalysator 

Die Giftstoffproduktion von CO und HC stent im Konflikt mit dem Ausstod von NOx. 
Dcshalb kann man die Sehadstoffe nur im begrenzten MaBe abbauen. 
Die Aufyabc des Katalysator* ist cs, den Antcil dcr Giflstuffc CO, HC und NOx zu rcdu- 
zieren und so die Abgase sauberer zu machen. 

Dazu ist der Metall-Katalysator mit einer Honiywabenstruktur ausgestattet, die ihrn 
eine moglichst grolie wirksame Hache fur die katalytische Arbeit verleiht. 
Die /ellen der Wabenstruktur smd mit Platin und Rhodium beschiehtel. Diese 
Edelrnetalle ubemehmen die eigentliche Konvertierungsarbeit. Bei der FJR1300 korn- 
men zwei soleher Monolithe zum Einsatz, je einer vor jedem Schalldampfer. Wenn die 
Sehadstoffe der Abgase an der Edelmetalloberflache vorbeistiomen, werdert sie dazu 
angeregt, mit anderen Bestandteilen eine unschadliche Verbindung einzugehen. Das ist 
der eigentliche Vorgang der Abgasreinigung. 



19 



Abqasrciniqunq 



CO- und HC-Bestandteile werden zur Oxidation angeregt. Sie gehen die 
Sauerstoffverbindungen CO- (Kohlendioxid) und H*0 (Wasser) ein, die nicht giftig sind. 



CO + ] h 0, -> CO, 
MC -t- 0, 



-* CO, + H,G 



NOx wird dureh Rhodium in ungiftiges N/ und 0? umgewandelt. 



2N0 + 2C0 -» N,+ 2C0, 



Damit die Dreiwege-Katalysatoren stets optimal konvertieren konnen, ist es unabdinq 
bar, daw stanriig die Gemischzusammensetzung gepruft und nahe dem Idealwert 
Lambda = 1 gehalten wird. 
Dafiir liefert die Lambdasonde die entscheidenden Messinformationen. 



*1 /vfv 












100 
80 
60 
40 
20 




_ ■ HP ™ 


*■■ 






^^ NO Ki 


® 




/ / \ 

HC / / \ 

/ / \ 
/ /CO \ 

_-' 14.7 N 







13 


13.5 14 14.5 15 


15.5 


16 





Ist die Gemisehzusammensetzung fett (Kraftstoffuberschuss @), wird eine grofle Mengc 
CO und HC cntstchen und der SchadstoffaustofJ dieserStoffc ist hoch, weil die 
Konvertierungsrate geririg ist. Ist das Gemiseh maqer (Sauerstoffubersehuss ®), wird 
eine grofte Menge NOx enlstehen. die nicht umgewandelt werden kann. 
Wegen dieses Konfliktes ist es wiehtig. riass die Gemischzusammensetzung moglichst 
dem kleinen Lambda-Fenster © entspricht. in dem Schadstoffe gut umgewandelt wer- 
den konnen. 



20 



Abgasreimgung 



Korrektur des Kraftstoff-Luftgemisches 



2€X>1 fJFU300 ^Fi 



r3(D 



Verlangert die Einspiitzdauer 



Einspritztiaucr-Korrcktur-Schaltkrcis 



verkurzt die Einspritzdauc 



llnkntiigierte Dauer dcr Einsprilzung 



Gemisch wi'd 
a Is zu magcr 
gem esse n 

Li. Oemisch wkd 
a Is zu feu 
gemessen 



Fctt Signal 



CO 



^% 



Signale von 

vcrschkdcncn 

Scnsorcn 




CD 



yyyxx*>:^x' 



® 



Saucrstotf sonde 



ft 



toco,-.HC.; 



O 



*^^= 




•; 



(T) Das Steuergerat weist rien Einspritzventilen auf Grund von Infnrmationen vercchie- 
dener Sensoren eine berechnete Einspritzdauer zu. 

(2) Die Einspritzventile spritzer) kontinuierlich die berechnete Menge Benzin ein. 

(3) Die Vcrbrennung der Trischgasc und dcr Ausstofl dcr Abgasc finden statt. 

(4) Die Lambdasondc crmittclt cine nicht optimalc Saucrstoffkonzcntration im Abgas- 
und sendct das Magcr- odcr Felt-Signal zum Steuergerat. 

(5) Das Slcuerger3t reagitrt dutch eine Verlangerung oder Verkiirzung der EinspriU- 
dauer auf dieses Signal, jc nach dem, ob das Gemisch zu fett oder zu mager war. 
Dieser Regelkreis wird standig wiederholt und die theorctisch optimale 
Gemischzusammensetzung von 14,7 : 1 wird realisicrt. 



21 



Abgasreinigung 



Schubabschaltung (Stopp der Einspritzung) 

Sind die Drosselklappen vollstondig geschlossen und liegt eine spezifizierte Mntordreh- 
zahl an (Schicbcbctricb), wird die Einspritzung unterbrochen (Schubabschaltung). 
Dadurch wird die Produktion von CO und HC untcrbunden und der Uberhitzungsgefahr 
tier Katalysaloren entgeyengevtirkt. AuOcrdem wird Bcnzin gespart. 
rallt die Molordrehzahl unter den spczifizierten Wert, arbcitct die Einspritzung wieder 
automatisch weiter. um ein plotzliches Abilerben des Motors zu verhindcrn. 

Drehzahlbegrenzer [Stopp der Einspritzung) 

Uberschreitet der Motor eine spezifizierte Maximaldrehzahl, wird die binspritzurg 
gestoppt. Fallt die Motodrehzahl unter diesen Wert, arbeitet die Einspritzanlage wieder 
normal. Der Drehzahlbegrenzer setzt bei 9200/min ein. 




(i) Eimpritzventil 

® Kurbclwcllcisensor 

(§) Steucigciat 

Druy«lklappcnscn>or 



11 



r'OOI r JF^J3€K) CFi 



Arbeitsweise des Motormanagements 



Motor-management 

Die Einspritzdosis. also die Dauer der Einspritzung. dcr Einsoritz- und der Zundzeit- 
punkt werden vom Steuergerat bestimmt. Zunachst kalkuliert das Steuergerat mit Hilfe 
Her Sensorinfnrmationen Ansaugdi irk. Drosselklappenslellung, Kurhelweltendrehzahl 
und -stellung sowie der Zylinderidentifizierung die Menge der Ansaugluft. Danach wird 
die Bssismengc der Einspritzung berechnet. 

Dann wcrdcn Korrckturfaktorcn hcrangezogcn, die sich cbcnfalls aus Scnsorinforma- 
tioncn crgcbcn. Und zwar aus dcr Gcschwindigkcit. der Kuhlrnittcltcmpcratur, dcr 
Ansauglufttempefatur, dcs Almopharenluftdrucks und dcm Sauer^ujfTanleil ini Abtj.iv 
Diese Sensorinfos bestimmen, ob das Gemisch in Richtung mager Oder fett korrigiert 
wird. Die Kurbelwellen- und Zylinderidentifizierungssensoren sind wiehtig, damit 
jeweils dem richtigen Zylinder die passende Einspritzmenge zugeteiit werden kann. 
Das Steuergerat legt gleichzeitig die jeweiligen ZCindzeitpunkte rest, wozu ebentalls die 
Sensor in form at ion en dienen. 

Um dem Motor zu jederZeit das optimale Kraftstoff-Luftgemisch zur Verfiigung stel- 
len zu konnen. ist es wiehtig. dass die Ansaugluftmenge standig gemessen wird und als 
Grundlage fur die Berechung der Einspritzmenge dient, Selbstverstandiich muss auch 
die Zundung ahsnlut exakt erfolgen Die dazu dienenden Sensorinfos laufen schema- 
tiseh betrachtet wie folgt zusammen. 



Ansaugdruck 



Motofdtehzahl 




Drossclklappcn- 
Offnungswinkel 




AtmospfiSrisehe 
Druck 



Basis- 

tinspritz menge 




Ucricspd 



nnuiK^ 



<orrektur der 
Elnssritzmengc 




Kiihlmittcl- 
lcmpcatur 




Einsprilz- 

Impuls 



Ansa ug l Lift- 
Temperatur 




Ermittlung der Ansaugluftmenge 

Wie die Luftmenge errnittelt wird. wurde schon auf Seite G beschrieben. Sie arheitet 
auch nach dem Kaltstart mit geschlossenen Drosselklappen (Drehzahlanhebung). Bei 
kaltem Motor sind die Bypass-Qffnungen an den Drosselklappen offen. Das dadurch 
stromcndc Luftvolumen wird cbcnfalls vom Ansaugluft-Oruckscnsor registriert, was 
dazu fuhrt, dass die Einspritzmenge angeposst wird. Das Resultat ist cine Drehzahlan- 
hebung. Bet warmerem Motur erwatnit slch auch das Wachs im Inneren deb Kaltstart- 
Gehauses und druckt den Bypass-Schieber iiber Hebcl zu, die Bypassbohrungen sind 
dann gesehlossen. Das Kalblarter-Gehause ist an das KUhlsystem angeschlossen. 







Drosselklappengehausc (Draufsichtl 



KaltStartanreicherung 
(Gchiiusc) 




23 



Arbeitswei$e des Motormanagements 



Festlegung der endgultigen Einspritzdauer 

Die Basisdauer dcr Einspritzung wird durch die Ansaugluftmenge festgelegt Aber 
selbst bci cin und der sclbcn Luftmcngc konnen verschiedene Benzinmengen korrekt 
SCln, je nach dem, unter wclchcn Bcdingungen dcr Motor lauft. Die Sensoren der 
Einspritzanlage prOfetl slHndig die Bctricbsbcdingungcn des Motors und tragen zur 
Bildungen der Einspritzkorreklu'en bet, die zusammen mit dem Basiswert die endgulti- 
ge Benzineinspritzung ergeben. AuBertiem ist das Molurmanagemcnt in dcr Lagc, 
ncben der normalen Einspritzung bei gleichbleibenden Bedinyungen auch solchc 
Situationen zu beriicksichtigen, die starken Schwankungen unterworfen sind. Zum 
Beispiel wenn Vollgas gegeben wird und eine Beschleunigungsanreicherung notwendig 
ist. urn moglichst schnell viel Motorleistung produzieren zu konnen. Andererseits ist 
das System auch in der Lage. die Benzineinspritzung sofort einzustellen. wenn dies 
notwendig sein sollte und von einem Oder mehreren Sensoren angezeiqt wird. 



I Signal 



Ai mospharischcr Luftdruck 
KQhlrnittcltcrnpcratut 



An sauglutt tt'tript-r.iiui 

Batterie- 
spannunyssignal 



btartsignal 



Zusammenhang/Wirkung 



Je gerin ger der Druc k, de sto kurzer die E i nspritzdauer 
Jc kalter der Motor, desto longer die Einspritzdauer 



Jc qcrinqe t die Tcmpcratur, de sto langer di e Einsprit zdauer 
Weil das Stcucrgerat vom Bordnetz versorgt wird, 
hangt auch die Einspritzung von der Spannungshfihc ab. 
Fallt die Spannung ab, wird die Einspritzdauer ange- 
hoben, um die Einspritzme nge sicherzustellen. 



Beschleunigungs-/ 
Verzbgerungssignal 



Lambdawert 



Wahrcnd deb Startvorgangs wird nach cinem Vcrbren- 
nungsvorgang die Einspritzmenge jc nach Kuhlmittel- 
temperatur anqehoben 



Wahrend einer Beschleunigung bzw. VerzOgcrung wird 
die Einspritzmenge erhoht bzw. verringert, je nach 
Drosselkla ppe noffnung und Motordrehzahl 



Je nach Signalwcrt wird die Einspritzdauer erhoht Oder 
verkurzt, so dass moglichst Lambda=1 erreicht wird. 



Sehaubild dcr Festlegung dcr cndgiiltigen Einspritzdauer 



Siart ! Nach dem Star; 




Konstant 

Brscrileunigungi : vcraOgcrum 

* Aufwa>rnphase \ 



Ueriauf 



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I 

L. 
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in 

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Einspritning hpim Start M BcsJ.icunigungsanrcichcrung "5 

■ Lambdakorrektur *B 

>— r^lH 




Schubabschaltunq '5 



Dasiscinspntzdaue 



Spannjngskompensalion 



24 



BOOl FJFH300 ^Fl 



Arbeltsweise dcs Motormanaqements 



Spannungskompensation 

Zwisehen dem Moment, in dem das Signal zur Einspritznq qegeben wird und der tat- 
sach lichen Benzineinspritzung liegt einc geringe Zeilverzogerung. Dieser Zeitunter- 
sehied wird urn so grofier, je geringer die BatTerie-Spannung ist. Das Steuergerat 
erkennt eine abfallende Spannung und knmpemiert diese im Vorfeld durch pine 
Verlangerung der Einspritzdauer - je nach Spannungsabfall. 

# Hone Batteriespannung — ►- Kompensationszeitraum ist klein 

• Geringe Batteriespannung » Kompensationszeitraum ist gtofl 

Einspritzkompensation "1 

Dai SteuergerSt leyi die Einspriuzeit beim Kaltslart nach Infos de* KCihlmillellempcra 
tur-bensors lest. Deshalb springt der Motor hervorragend an. 

Einspritzdauer beim Start ■ Basis-Einspritzung x Kuhlrnitteltemperatur-Korrektur 




Eimprilzung nach dem Start 

Normales £ip $pHtz.vp|urr><;n 

Einspritzdauer = Basiseinspritzdauer x Sensor-Korrektur + Spannungskompensation 

Anreicherung nach dem Start '2 

Die Einspritzung wird beim Start angehoben und die Motordrehzahl wird nach dem Start 
srabilisiert Die Steigerung ist unmittelbar nach dem Star! am griiftten und wird dann 
immer geringer. 
Anreicherung-nach-dem-Start-Koefftzient — Kuhimitteltemperatur-Korrektur-Koeffizient 



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Kuhlmtttel tempera tur 


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25 



Arbeitsweise des Motormanaqements 



Aufwarmanreicherung "3 



Die Stcigcrung dcr Einspritzung richtet sich nach dem Signal des Kiihlmitteltemperatur- 
sensors, um den Motorlauf bci kaltcm Kuhlsvstem zu verbessern. 
Anreicherungskoeffizient - KuMmittcltempcratur Korrektur-Koeffizient 



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Kuhlmttieliempcraiur 


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Gcriny ^ .i^ hoch 







Ansauglufttemperatur-Kompcnsation "4 

Die nOligen Andcrungcn in dcr Gemischzusammensetzung djrch eine veranderre Luft- 

dichte, die ja von dcr Lufticmpcratur abhangt. erfolgt durch das Signal des Ansaugluft- 

druck-Sensors. 



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Ansaugluft^cmperatur 
Gcring -4 — »> hoch 


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Besehleunigungsanreicherung *5 

Ob cine slarkc Bcschlcunigung gefordert ist, melden der Drosselklappen- in Verbindung 
rnit dem Ansauglufdruckscnsor. Die Einspritzung wird gemaB den Sensorinfos gesteigert 
Bei kaltem Molur 1st die Slcigerung schr groB. 



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A^auylufWruck-Abno^mc 
Gcring « ■»■ hoch 



Verzhgerungskompensation "5 

Die Arbcitswcisc ist die gleiche, nur sind die Sensorinfos genau gegensatzlich und die 
Kompensation deshalb auch. Die Einspritzung wird abgesohaltet. wenn der 
Kompensationskoctfizient gleich ist (Drosselklappen bei hoher Motordrehzahl geschlossen). 



7* 



zooi FJF&300 cri 



Arbtitswtise des Motormanagements 



Lambda-Korrektur 



Die Kraftstoff-Luftgemiseh-Zusammensetzung wird gemaft den lamdasonden- 
Informationen korrigiert. Um den Lamrla - 1-Wert (14.7 : 1) zu erreichen, wird entwe- 
der mehr Oder weniger Ben7in eingespritzt 



Fett 

LamtJda-Sonae T —t 
Magcr 

hett 

Stcuctgeeat- 
Befehl 

Mager 



(Compensation dcr 
Nactimtssung 




GrriBere Klpinere 
Merge Menge 



Asynchron-Einspritzung 

Um das StarWerhalten und Ansprechverhalten beim Beschleunigen zu verbessern, erfolgt 
eine Finspritzung mit einer bestimmten Kraftstoffmenge in alle Zylinder, sobald die 
Sensoren diesen besorderen Betriebszustand melden. Dicscr Vorgang hciflt Asynchron- 
Einspritzung, der im Gegensatz zur Synchron Einspritzung stent. 

Einspritzung beim Startcn: 

Asynchroncinspritzung beim Startcn: Erfolgt in Gruppen paarweise in die Cylinder 

(Zylinder 1 + 4 sowic 2 * 3). Nairn dem Start erfolgt diese Einspritzung sequentiell. 

Einspritzung beim Beschleunigen 

Asynchroneinspritzung beim Beschleuinigen: Erfolgt nach einer starken Anderung des 

Ansaugluftdrucksin einer kurzen Zeit (plotzliche Anderung). 



27 



'* 



fe 



Diaqnosefunktionen 



Cockpit- / Steuergerat-Kommunikation 

Die Kommunikation zwsichcn dem Cockpit und dem Steuergerat lauft iiber eine serielle 
Schnittstelle und Kabel, um fulgcnde Informations auszutauschen. 



Steuergcrat 



L 



K urbpl w*c 1 1 f n se mo t- Sig m I 
GcschwindigVeitMen sot-Sign a I 
Kuhlmittcltcmpf'arurscnsor Signal 



Tachometer 
Drchzahlmcsscr 
LCD-DbipldY 
Kontrollieucntcn 

- Motorwarnkuchte 

- Wcgstreckenzahler 

- Diagnosecode/Sensorwtrt 

- Uberhit/nngswarnleuchte 

- Uhrzeit 



K o m r minikati on w orn Stei ierg e r iil / um Cockpit 
yotordrfhzahl 

# Fahrzcugtcmpo 

9 Seltistdtaqnwsc-Fehlcrcudc 

• MiUor-Wamlcuchtc 

# Kuhlmliieltemperatur 

• Selbsldiagnosecode/ienson/vcrt im Diagnasc-Modu:. 



Knmmunikaiion vom Onkpit zum Sleucrgcrat 



Sohalter-Signalstatus 



Selbstdiagnuse 

Dab Steuergcrat ist tnit ciner Sclbstdiagnosefunktion ausgestattet Sit? iiberwacht die 

korrcktc Arbcitswcisc des Motormanagcments. 

Wlrd ein Fehler im System der Motorstcucrung cntdeckt, leuchtet die Motorwam- 

leuchte im Cockpit auf. Der Fchlcr ist aus dem Spcicher des Stcuergerates abrufbar 

[siehe Fehlercodetabelle auf Seite 30). 

Mntlauffunktion 

Wird ein Fehler in der Steuerung entdeckt, arbeitet das Steuergcrat mit emem 

Substitutionsprogramm mit ahnhcher Charakteristik und der Motor lauft untcr norma- 

len Betriebsbcdingungen. Stellt dcr aufgetretene Fehler eine ernsthafte Bedrohung fur 

den Motor dar, wird das Triebwerk abgeschaltet. 

Steuergerat-Funktionsmodi 

Das Steuergerat kann in folgenden Betriebsarten informieren: 

Bcnutzcr Modus: Um iiber die Betriebsbedingungen 7\x informieren. 

Diagnosc-Modus: Um Fehlerbereiche einzugrenzen. 

CO-Einstcllmodus: Um den CO-Gehalt im Abg3s einzustellen. 

Ben.UtZgr-MQdu.sj t 

Um zu prllfen, ob die Mutoiwarnleuchtc in Ordnung ist, leuchtet sie fur 1.4 bekunden 

immer dann, wenn die Zundung angcschallct und dcr Startknopf gedruekt wurde. 



2| 



B€)01 fJRDOO GFI 



Diagnosefunktionen / CO-Einstcllung 



Urn den Fahter dartiber zu informteren. dass die Einspritzstoppfunktion aktiviert wurde. 
blinkt die Motorwarnleuchte, wenn der Starterknopl gedriickt wird. 
Wurde vnn der Selbstdiagnose ein Fehler entdeckt und die Notlauffunktion akliviert, 
lauft der Motor weiter und die Motorwarnleuchte leuehtet als Zeichen fur den 
Steuerfehler. Es wird kein FchlcrcodQ ausgegeben. 

Nach dem Abstcllcn des Motors und dem Wicdercinschaltcn der Zundug wird der 

Fe hi encode irn Display durl ausgcgerbcn, wo sonst die Uhrzcit crschcint, (Beim Anlasscn 

des Motors verschwindet die Fehlercodeanzeige und die Uhrzeit erscheint wie gewohnt.) 

Diagnose-Modus: 

Der Diagnose-Modus crmoglicht dem Yamaha-Mechaniker folgende Prufung: 

Das Auslesen des Fehlercodes 

Sensorenwerte (Batteriespannunq, Drosselklappenoffnung, Kuhlmitteltemperatur, 

Atmospharendruck usw. siehe Tabelle auf Seite 31) 

Aktuatoren-Funktion (Einspritzvenile, Luftabschaltventil, Ziindspule, Kiihler-Lufter usw:) 

Vorgehensweise 

Um in den Diagnose-Modus 2U gelangen: 

1. Den Motorstoppschalter auf „OFF" serial ten. 

2. Das Ziindschloss auf „0N" schaiten, wahrend „Select"- und ..Reset" Scholter gleich- 
zeitig gedriickt und gehalten werden. 

3. Acht Sckundcn spatcr wird das Auswahlmcnu startcn, im Display der Uhr stent „DIAG". 

4. Den ..Select"- und .Resel"-Schalter fiir rnindeslens zwei Sekunden yedriickl halten, 
um den Diagnosemoduszu aktivieren. 

5. Das LCD-Display der Uhr wird den Diagnosemodus anzeigen. 

6. Wird der „Select"-Schalter erneut gedriickt, zeigt das Display der Uhr den naehst 
hoheren im Speicher befindlichen Code (wird der "Seleef-Schalter fur mindestens 
eine Sekunde gedriickt, wechselt die Anzeige automatiseh in den hoheren Modus). 

7. Wird der „Reset"-Schalter gedruckt. zeigt das Display der Uhr den na'chst niedrigeren 
im Speicher befindlichen Code (wird der "Seleef-Schalter fiir mindestens eine 
Sekunde gedriickt, wechselt die Anzeige automatiseh in den niedrigeren Modus). 

Den Motor-Stoppschalter von ..OFF" auf ..ON" stellen. um die Aktuatoren anzusteuern 

Isiehe Diagnosecode-Tabelle auf Seite 31). 

Der Diagnosemodus ist beendet, wenn die Ziindung ausgeschaltet wird. 

CO-Ejnsttllrngg-us; 

Der CO-Einstellmodus crmoglicht dem Yamaha-Mcchanikcr das Justicrcn des CO-Gchalts. 

1. Das Zundschloss auf .ON" schaiten, wahrend ..Select"- und .Reset'-Schaller gleich- 
zeitig gedriickt und gehalten werden. 

2. Acht Setcunden spater wird das Auswahlmenu starten, Im Display der Uhr stent „DlAfcT. 

3. Den „belect"-Schalter drucken, um in den CO-tmstellmodus zu wechseln. 

4. Das LCD-Display der Uhr zeigt .CO". 

5. Den ..Select"- und „Reset"-Schalter fiir mindestens zwei Sekunden drucken, um in 
den CO-Einstellmodus zu wechseln. 

6. Das LCD-Display der Uhr zeigt eine Zylindernummer an. 

7. Den „Select"- oder "Resef'-Schalter fur mindestens zwei Sekunden drucken. um die 

gewiinschte Zylindernummer auszuwahlen (,.Select"=nachst hohere: "Reset"=nachst 
geringere). 

29 



Diaqnosefunktionen 



gewOnschte Zyiindernumrner auszuwahlen USetect^nachst riohere; "Resef-rt&chst 

geringete). 
8 Durch Driicken des .Select"- und .Resef-Schalters werden im LCD-Display Zahlen 

zwischen -128 und +126 angezeigt. 
9. Driicken des „Reset"-Sehalters erhoht die Finspritzmenge. 

Driicken dcs ..Sclccf-Schaltcrs verringert die Einspritzmenge. 

Wird eincr der Schaltcr gcdruckt gchalten, wechscln die Einstellwerte automatisch 



Anzeige 



T 



12 



13 



14 



15 



IB 



21 



22 



23 



24 



30 



31 



32 



41 



42 



43 



44 



Bedeutung 



Zyl ndendent"ifi 7ierur ijssri imt frhchnft 
Kurbclwellensensor fehlerhaft 



Ansa ugluftdr u cksensor fe h l erhaft 



Amaugluftdruckscns orlc itung fehlerhaft 



Dro sselMappcn scn sorkabcl abgczogcn oder kurzgcsc hlpssen 
Drosselkl app ensensor klcmt n I 



Kii hl mit teltemperatursensor fehlerhaf t 
Ansaugluf t temperatursensor feh I e rhaft 



Atmosphjrendrucksensor f ehlerhaft 
Lambdasonde fehlerhaft 



Automatischcr Not-S io ppschalter ist a ktiviert 

Maximal erlaubtes I ambdakorrek tur-Niveau iiberschriUen 



jjim bda-Korrekturniveau zu gering 



Kabel des automatise h en Not-Sto ppscha Iters getrennt oder kurzgeschlos. 



jes chwindigke itssensor od er Leerlaufschalter def ek t 
Die iibe rwac hte Spannung isl geringer als 3 Volt, 



SteuergerSt defekt 



30 



Bautetlprurunq-Uiaqnosecode 



ZOOl fJKGOO GFi I 



Cr.de 


Bauteil priifen 


Systc m bede ut u n g 


01 


Drosselklappemensar 


Das Uhr-Display zeigt Offnungswinkcl an. 


02 


Atmospharendrucksens. 


Das IJ^r-Display zeiqt Atmnspharendrurk an 


03 


Ansaugluftdrucksensor 


Naeh Driicken des Startersch alters zeigt das Uhr- 
Display die Differenz zwischen dem kleinsten An- 
sauq-Luftdruck und dcm Atmospharcnluftdruck an. 


05 


Ansauglufttempcraturscn. 


Das Uhr-Display zcicjt Ansaug ufttcmpcratur an. 


06 


KuhliriUchcrripr-utuiNen. 


Das Ul f-Di^play zeiql Kulilmitteltemperalur an. 


07 


Geschwindigkeitssensor 


Das Uhr-Display zeigt Zahl der Zahnradzahne Uber 
35 nach elner kompletten Hadumdrehunq an. 


08 

20 


Autoniatischer Not- 
Stoppschalter 


Das Uhr-Display zeigt folgende Spannung: 
Vertikal: 0.4-1,4 V Horizontal: > =4 V 


Seitenstanderschalter 


Das Uhr-Display zeigt .ONVOFF", wenn Gang ein- 
geleqt und Seitenstander aus- oder einqeklappt ist. 


71 


Leerlaufsehalter 


Das Uhr-Display zeigt .ON"/"0FF" in Abhangig- 
von Leerlaufschalterriosition an. 


30 
31 


Zundspule, Zyl. 1 + 4 
Zundspule, Zyl. 2 + 3 


Fine Sekunde nachdem der Mntorstoppschalter 
auf .ON" geschaltet wurde. leuchtet die EFI-Wam- 
leuchte 5 Mai fur 0,5 Sekunden mit einem Ein- 
Sckunden-lntervall fur die betreffende Zundspule. 


30 
37 
38 

JO 


Einspritzvcntil Zyl. 1 
Einspritzventil Zyl. 2 

Einspritzventil zyl. 3 
Einsprit2ventil Zyl. 4 


Einc Sekundc nachdem der Motorstoppschaltcr 
auf ,ON" geschaltet wurde, leuchtet die EH-Warn- 
leuchte 5 Mai fiir 0.5 Sekunden mit eincm Ein- 
Sekunden-lntervall fUrdas betreffende Ventil. 


4tf 


Luftabschaltventil 


Eine Sekunde nachdem der Motorstoppschalter 
aut ,OIM" geschaltet wurde, leuchtet die fcH-Wam- 
leuchte 5 Mai fiir 0,5 Sekunden mit einem Ein- 
Sekunden-lntervall fiir das betreffende Ventil. 
Eine Sekunde nachdem der Mo to rstoppsc halter 
auf .ON" geschaltet wurde, leuchtet die EFI-Warn- 
leuchte 5 Mai fiir 0.5 Sekunden mit einem Ein- 
Sekunden-lntervall fiir das defrkte Hauptrelais. 


50 


EFI-Hauptrelais 


51 


Kuhler-liifter 


Eine Sekunde nachdem der Motorstoppschalter 
auf ,ON" geschaltet wurde. leuchtet die EFI-Warn- 
lejchte 5 Mai fur 2 Sekunden mit eincm 3- 
Sckundcn-lntervall fiir den Fehler des Liifters. 


52 


Schcinwerfcrrclais 


Eine Sekunde nachdem der Motorstoppscnalter 
auf „ON" geschaltet wurde, leuchtet die EFI-Wam- 
leuchte 5 Mai for 2 Sekunden mil einem 3- 
Sekunden-lntervall fur den Fehler des Relais. 


61 


Gespeicherte Fehler- 
codes 


Das LCD-Display der Uhr zeigt jeden Fehler an, der 
sich im Speicher des Steuerqerates (POM) befindet. 


62 Gespeicherten Fehlercode 
loschen 


Jeder gespeicherte Fehler kann durch das Umlegen 
des Motorstoppschalters auf ,.0N" geloscht werden. 



31 



BOOl FJF11300 



Inhaltsverzeichnis 



Besondere Ausstattungsinerkmale _ _ 4 

Motor 5 

Zylindcrkopf - ~ G 

Zylindcrkopf/Sckundarl Lift-System „ 8 

Nockcnwcllcnantricb 10 

Kolben/Pleuelstangen - 11 

Kurbelwelle/AusgieichsweHen 12 

Schaltmechamsmus - 13 

Kraftubcrtragung/Kupplung 14 

Kraftubertragung/Umlenkgetriebe 15 

Kraftubertragung/Endantrieb 16 

Olpumpe/Olfilter 17 

Schmierschaubild _ - 18 

Kiihlsystem 19 

Elektronische Benzineinspritzung 20 

Auspuffanlage 21 

Fahrwcrk 22 

Rah men ~ 23 

Teleskopgabel _ ~ 24 

Hinterradaumangung 2b 

Reifen/Rader/Bremsen 26 

Kraftstofftank/Sitzbank 27 

Elektrisch verstellbares Windschild 28 

Elektrische Anlage, Scheinwerfer/Rucklicht 29 

Cockpit - 30 

Funktionsweise der Instrumrntf 31 

Batterie/Lichtmaschinenleistung/Elektronisches Steuergerat 32 

Tcchnische Datcn » ™ 33 



m 



Besondere Ausstattungsmerkmale 



Die vollig neje FJR1300 von Yamaha ist ein Motorrad mit einem sehr innovativen 
Konzept. Denn dieses Big Bike wurde von den Yamaha-lngenieuren so konzipiert. dass es 
ein Optimum an FahrleKtungen mil Touren-Kurnforl knmbiniert. azu ist die FJR130O 
mit einem Hoehleistungsmotor mit eiektroniseher Benzineinspritzung ausgerCistet, der in 
einem leichten, aber stabilen Fahrwerk sitzt. 



Besondere Merkrnale des Motors 



Besondere Merkmaie des Fahrwerks 



Kornpakier Reihen-Vierzylinder mit 

1298 cm' und Fiussigkeitskuhlung 

DOHC-16-Ventil-Zylinderkopf 

Das oberc Motorgchausc integriert die 

Zylinder 

Mit einem keramischen Werkstoff 

besehiehtete Aluminium-Zylinder 

Schmiedekolben auf einsatzgeharteten 

Pleuektangen 

Zwvei 2ahnradgetriebene 

Ausgleichswellen 

PrimUriinlr eb iiber vor<jt'_,p:i r.n'.e 

Zahnrader 

Naubumpfschniierunij mil Olfillerpalrune 

Elcktronischc Bcnzincinspritzung 

Neu konzipierte Auspuffanlage mit 

Sekundarluft-Zufuhr und ewei 

Ureiwege-Katalysatoren. 

Klauengeschaltctcs Funfganggetnebe 

Kardanantrieb 



• Leichter Aluminium-Rahnien 

• Komplctt einsteilbare Teleskopgabel 
mit 48 mm starken Standrofuen 

• binstellbares Zentraltederbein mit 
Hebelanlenkung 

• Vollverkleidung mit elektrisch 
verstellbarem Windschild 

• Grofier 25-Liter-Tank 

• Absehraubbares Rahmenheck aus Alu 

• Gegossene. leichte Aluminium- 
Hinterradschwinge 

• Verdeckt instsllierle Halterungen fiir 
optionale Seitenkoffer 

• 237 kg Tiutkcngcwicht 

Besondere Merkmaie der Elektrik 

• Mtiltireflektor-Doppelschemwerter 

• Kcmplcttes Multifunktions-Cockpit 

• Warnblinkanlagc 

• Steuergerat der neuen Generation 




HOai rJFt13CHD 



Der Motor ist eine Neukonstruktior - von der Olablass-Schraube bis hin 7um 
Ventildeckel. Der DOHC-Reihenvierzylinder mit 1298 cm 3 Hubraum und 16 Ventilen 
nutzt viele mnderne Detail*;, die sich an der Y2F-R1 bewahrt haben und aueh an der 
FZS1000 zu finden sind. 



Motor-Highlights 

• Bohrung x Hub: 79,0 x 66,2 mm 

• Hubraum 1298 cm J 

• Verdichtungsverhaltnis 10,8:1 

• blektronischc Benzineinspritzung 

• Zylinder und oberes Motorgehause aus einem Guss 

• Mit keramischem Werkstoff beschichtete Alu-Zylinder 

• Zwei Ausgleichswellen 

• Primarantrieb mit vorgespannten Zahnradern 

• Zwei Karaly^toren 

• Kardanantrieb 

• Steuerkettenschacht rechts neben den Zylindern spart Baubrelte 



keramisch 

beschichtete 

Zylinder 



Elektronische 
Benzineinspritzung 



KardananUieU 



Obere Motorgehause- 
halfte und Zylinder 
aus einem Guss 





Primarantrieb 

mit vorgespanntem 

Zahnrad 



Katalysator 



Zyllndcrkopf 

• 7wfi obenliegende Nookfnwellen, vier Venfile proZylinder 

• Sekundarluft-Kanale in den Kopf integriert 

• Seitenstrom-Einlasskanale 

• Shims sitzen unter den Tassenstoflel und tragen zur Haltbarkeit 
ebenso bei wie zu longgestreckten Wartungsintervallen. 

• Vcntilspiclkontrolic allc 40 000 km 

• Dcr Nockenwellensensor ist glcichzcitig Zylindcr-ldcntifizicrungssensor 

• ZUndkerzen: NGK CR8E " 

Denso U24ESR-N 



Ventilspiel (kalt) 


Einlass 


0,15 


0.2?. mm 


Auslass 


0.1H 


- 0,25 mm 




E inlass 




unriarluft- 
nal 



Auslass 



< 



\ 



naai FJFZ1300 



Zylindcrkopf 

• Die Steuerzeiten wurden so gewahlt, dass der Motor reichlich Leitung im unteren 
und mittleren Drehzahlbereich entfaltet 

• Ventilabmessungen: Ventilschaft = 5 mm; Ventilteller = 30 mm (Einlass), 26 mm (Auslass) 

• Die bewahrten 3LD-Shims werden verwendet. 

• Pro Ventil kommt nur eine Ventilfedet zum Einsatz. 



T3C 




iiVLVI ANli.t 



EVENT ANGLE 



t-VC 



Ventilabmessuntjen 


LI (mm) 80,5 (b) 


88,6 (A) 


D1 (mm) 5,0 (E) 


5,0 (A) 


Dz ('in i) 30,0 (E) 


26,0 (A) 



Vrntilfrdet 


F unri A 




L2 (mm) 


39,7 




D3(mm] 


21,2 





\:i .M-n'.tfii'. 'I 


F und A 


13 (.run) 


1 7.0 


D-l (mm) 


24,5 







Zylindcrkopf / Sckundarluft-Systcm 

• Neu konstruiertes. kompakies Sekundarluft-System 

• Das Luftabschalt-Ventil wird elektroniseh durch das Motnrmanagement-Steiiergerat 
kontrnlliert. 

• Die Sekundarluft stromt durch den Zyiinderkopf und den Ventildeckel zu den 
Auslasskanalen. 

• Einc Resonator dampft die Ansauggcrauschc. 

• Fiir Dichtigkcit zwischen Zylindcrkopf und Ventildeckel sorgt cin O-Ring. 



Luftabschalt-Ventil 



Membra nventi 



O-Ring 




Auslass 



Emlass Auslass 



2001 FJF0300 



Zylindcrkopf / Sckundarluft- System 

• Die Membranventile des Sekundarluft-Systerris sitzen im Ventildeckel. 

• Fiir jeden Zylinder gibt es ein Membranventil. 

• Diese Bauart der in den VentilderkH integrierten Membranwntile spart Gewicht und 
Platz. 

• Urn im Detail zu verstehen, wie das Sekundarluft-System arbeitet, bitte die Service- 
Tipps cinschcn. 





Motor 



Seitlicher Nockenwellenantrieb 

• Als Steuerkette kommt eine Zahnkette von Borg Warner, Typ 92 zum Einsatz. 

• Fur Spnnnunc snrgt rie r giei-hr autornalische Kettenspanner wie an der YZF-R6 (2001). 

• Die Zahnkette lauft sehr leise und der rechts platzierte Kettenwhachl hilfl, Platz zu 
sparer. 



Automatischer 
Steuerkettenspanner 




Zahnkette 



Fuhrungsstift 
(D Laschc 
(£> Stift 




6350 



10 



£<101 rJK1300 



Kolben / Pleuclstangen 



Die Kolben mit 79 mm Durchmesser sind geschmiedet und tragen zur geringen 

oszillierenden Masse bei. 

Das Verdichtungsverhaltnis helragt 10.fi : I. 

Die einsatzgehorteten Pleuel (unier Hitze wird Kohlenstoff zugtfiihrt) sind auGerst 

standfest. 





II 



Kurbclwcllc / Ausgleichswcllcn 

• Die Kurbelwelle tteibt seitlirh die Nnrkenwellen und atifterdem zwei Ausglfichswrllen 
an, die freie Massen zweiter Ordnung ausgleiehen. 

• Dos Zahnrad auf der Kurbelwange (1) stellt gleichzeitig den Prirnarantrieb dar. treibt 
aber euch die hintere Ausgleichswelle an. 

• Das Zahnrad auf Kurbelwange (2) treibt die vorderc Ausgleichswelle an. 

• Die Ausglcichswellen sin (J mil Dampfcrn bestuckt. 

• Die Ausgleichswcllcn sind exzentrisch gclagcrt, damit dasZahnflankenspicI korrigiert 
werden kann. 



Primar- 
Abtriebszahnrad 




Zahnrad fur 
Steuerkette 



Zahnrad der hinteren 
Ausgleichswelle 



Ewenlrrsche WeNen 




(Kurbelwelle) 

Primarantriebszahnrad (1) 

Zahnrad der vorderen Ausgleichswelle [2) 



7ahnrad der vnrderen 
Ausgleichswelle 




12 



2€X>1 f?RI300 



Schaltmcchanismus 

• Die Schaltwelle ist am Ausgang nadelgelagert und bewegtsich sehr reibungsarm. 

• Der Hebel der Sehaltwalzenarretierung ist mit einern Lager ausgerustet, um das 
Schaltgefuhl 711 optimieren. 



Lager der Schaltwalzcnarrctierung 




Nadellager 



Schaltwelle 




Srhnlt-lfbertrngungshebel 



13 



Motor 



Kraftiibcrtragung / Kupplung 

• Lang tibersetztes. klauenge<;chaltetes Fiinfganggrtriebe 

• Um die Gerausche des Primarantriebs zu reduzieren. kommt e\n vorgespanntcs 
Zahnrad zum Einsatz. 

• Die Kupplung wird hydraulisch bedient, was die Wartung reduziert und den Fahrer- 
komfort optimicrt. 

• Actlt Reibscheiben 

Erne Rtribsihcibe mit gr&Qcrcm Inncndurchmcsser 
hederdampferring fUr sanftes Einriiekcn dcr Kupplung 

• Sieben Stahlscheiben 

• Tellerfeder erzcugt Anpressdruck 



Rcibschcibcndurchmcsscr 



D1 




D1 



D2 



166 mm 



152 mm 



Ubersetzu 


n 9 


I. Gang 


43/17-2,529 


2. Ganq 


39/22 = 1,773 


3. Ganq 


31/23 - 1,348 


4. Gang 


28/26 = 1.077 


j. 3any 


26/26 = 0,929 



Primaraniriebszahnrad 



Primarabtriebszahnrad 



Vorspann-Zahnrad 



Hydraulischer 
Nehmerzylinder 




Jellerfeder 



14 



BOOl fJFtt300 



Kraftiibertragung / Umlenk-Getricbe 

# Das llmlenkgelrjebe heinhaltet einen Nocken-Ruckdampfer, der Kraftspitzen glattet. 
die durch starke Drehmomentanderungen hervorgerufen werden. Er arbeitet mit 
einem Nocken, dem dozu passenden Gegenstiick und einerstarken, vorgespannten Feder. 

# Bei dcr Montage der Umlenkzahnradcr das Spiel durch Schcibcn cinstcllen (wie bei 
dcr Vmax). 



Spezifikation des Umlenkgctriehcs 


Umlenkwellen-Ab-/Antriebszahnrad 


35/36 


Umlenkunq Ab-/Antriebszahnrad 


21/27 


Sckundarubcrsclzungsverhaltnis 


35/36 x 21/27 x 33/9 - 2.772 



Kraftvcrlauf: Umlenkwellen-Abtricbszahnrad -> Nockenruckdampfcr -» Umlcnkung 



Umlenkwellen- 
Antriebszahnrad 



Umlenkwelle 

Umlenkwellen- 
Abtriebszahnrad 



Umlenkung 
Antriebszahnrad 




Umlcnkung 
Abtricbszannrad 



Kreuzgelenk 



Spiel bei der Montage 
durch Scheibert einstellen 



Mechanischer Kuckdampter j~~ 




Nocken 



Druckfeder. vorgespannt 



IS 



m 



Kraftiibertragung / Endantricb 



Der Enriantrieb arbeitet geschmeidig. leise und wartungsarm. 
Das hintere Gehause ist identisch mit dem der Vmax. 



Endantrieh-Spezifikation 


Achsqetriebeol 


1 SAF 80W90 Shell Gelcooower 6L 5 


Achsqetriebeolfullmenge 


200 cm* 


Ubersctzungsverh3ltnis 


33.'9 ?.r.(i 1 




IB 



2€XJ1 fJFV300 



Olpumpe / Olfiltcr 

• Der FJR1300-Motor ist mit einer Nasssumofschmierunq ausqeriistet. 

• Die Trnchniden-Olpumpe wird von der Gelriebehauptwelle liber Ketle angetrieben. 

• Fine neuarrige Olfilterpatrone (5JW) ^itzt im Olkreislauf und ist vorn auf der linker) 
Seite des Motor zugiinglich. Der Olfilierschlussel 3FV kann benutit werden. 



Schmiersystem-Spezifikationen 


Empfohlenes 01 

Spe.'if k.ition 


Y;in.;,lut:r -1 

SAE 1QW30 oder SAE 20W4O API SE oder hoherwertiq 


Olfullmenge 
Pcriodischcr Olwcchscl 
Pcriodischcr Olwcchscl 


4,9 Liter 

3,0 Liter ohnc Filtcrwcchscl 
4,0 Lilcr mit Filtcrwcchscl 


E-Teilnummer Filterpatro. 


5JW- 13440-00 



Olpumpcnkcttc 





Olfiltcrplatzicrung Okinfullslulzcn 



Olpumpe 



Qlkghkr 



Olsieb 





w 



Schmierschaubild 



Auslass-Nockenwtlle 



g 



^ZL 



g 



-3 C ^ ^ TT 

Einlass-Nockerwelle 



^J 



Hintete Ausgleichswelle 



Kolbcn-KUhlduscn 



Lichtmaschincn-Zahntad ^^-«v 




U 



jt 





14 



Vordere Ausgleichswelle 



n 



Olhauptkana 



OlkJhlet 




Gctricbc-Hauptwcilc 

I I II HI 



I 



Getriebeschmierung 



Olfiller 



Olsieb 



n. 



Abtriebswelk 



±-£ 



Tropfenschmicrung 
, v . i i 



.1 



Uberdruckvenlil 



Olsumpf. 

Umlenkgetriebe 

Umlenkverzahnung 



Umlcnkgelricbc- 

Achsc 



18 



BOOl FJFU300 



Motor 



Kiihlsystem 

• Die Wasserpumpe wird Liber die Opumpe angetrieben. die wiederum von der Getriebe- 
Hauptwelle in Drehung versetzt wird (wie bei der YZF-R6}. 

• Olkiihler: 9 Alu-Platlen, 65 cm 3 Olvolumen. H? cm' Kuhlmittelvolumen. 



Kuhlsystem-Spezifikationen 


Empfohlenes Kuhlmittel 

Spe/ifikalinn 

M ischu nqsuerha 1 tn is 


Ethylenglykol 

Hochwertig mit Anli-Korrosiors-Aridiliviri fiir Alu-Mntoren 

1 : 1 mit Wasser 


Fiillmenge 

AusqleichsbehSlter 


3,7 Liter 

0,5 Liter Volumes 


Kithlcrdeckel-Offnungsdruck 


110 kPa (1,1 kg/cm') 



) 



Thermostat 



Zur Heizleitung der 
Einspritzausen 




Wasserpumpe 



Olkiihler 



19 



Elektronische Benzineinspritzung 

• Der FJRi300-Motor arbeitet mit einer elektronischen Benzineinspritzung die zwei 
groBe Vorteile bietet: Zum einen traqt sie dazu bei, dass die Dreiwegekatalysatoren 
fur senadstoffarme Abgase sorgen kbnnen. zum anderen arbeitet die 
Gemischaufbercitunq stetssparsam und optimal dosierend. selbst wenn das Motorrod 
im Gebirge bei geringem Luftdruek bewegt wird 

• Die Kombination aus elektronischer Benzineinspritzung, zwei gcrcgcltcn Drciwcge- 
Katalvsatoren und einem Sekundarluft-System fiihrt zu Abgascn dcren 
Schadstoffgehalt die Grenzwerte der EU-2-Vorschriftcn unterschreiten. 

• W.e die elektronische Benzineinspritzung arbeitet, erkl3rt der separate rechnik- 
Leitfaden. 



Benzineinspritzsystem 



'*=> 



M " #3 1 1 « 




CD Benzinpumpe 

(2) Druckregler 

(3) Finspritzdiise 

® Dro«elklappcngeh3U$e 
(D Einlasstemperatur-Scnsor 
<D Drosselklappenscnsor 
Q) Einlassdruck-Scnsor 



(D Steucrgcrat (ECU) 

® Atmospharendruck-Sensor 

@Waiscrtemperatur-5ensor 

® Sauerstuffsonde (Lambda sonde) 

©Zylinder-ldentiiizierungssensor 

©Kurbelwellen-Posttionssensor 



20 



ZOOl fJF*1300 



Auspuffanlagc 

• Die FJRI300 bcsitzt einc 4-in-2-in-1-in-?-Auspuffanlage. 

• Erne beheizte Lambdasonde iibetwacht den Sauerstoffanteil im Abgas. 

• 7wei Rhndium-beschichtete Melall-Katalysatoren mit Honigwabenstruktur kommen 
zum Einsat2. 

• Die Schalldampfer sind aus Edelstahl gefertigt. 

• tin Intcrfercnzrohr zwischcn Zylindcr-Krunmcr 2 und 3 sorgt fiir starkercs 
Drchmomcnt im mittlcrcn Drchzahlbcreich. 

• Zusamnren mit der Einspritzung und dem Sekund3r!uft-System sorgt die 
Auspuffanlage fur die Unterschreitung der bll-2-Grenzwerte. 



Edelstahl-Schalldampfer 



Ansehluss-Stutzen fiir Lambdasonde 



Intcrfercnzrohr — fc 




D 



C 




Zwei Katalysatoren 



Anschluss- Stutzen fiir Lambdasonde 




21 



Fahrwerk 



Die Highlights des Fahrwerks 



Dcr gcgosscncn Aluminium-Rahmen ist 

Icicht 

Dank 48 mm starker Standrohr ist die 

Soqi-Teleskupgabel sehr stabil. 

Das Zentralfederuein arbeitct mit 

einem Hebelsystem. 

Auch die Hinterradschwinge ist aus 

Aluminium-Guss gefertigt. 

Die Reifen sitzen auf hohlgegossenen 

Dreispeichen-Radern aus Aluminium. 

Der 25-Liter-Tank sorgt fur eine groGe 

Rcichweite. 

Die Aerodynamisrh ausgekliigelte 

Verkleidung ist mit einem elektrisch 

verstellbaccn Windschild ausgerustet. 



| Abmessunqen und Gewichte 


Gcsamtlanqe 


2195 mm 


Gesamtbrcite 


758 mm 


Gesamthohc 


1304 mm 


SitzhOhe 


805 mm 


Rad stand 


515 rn'ii 


Lenkkopfwinkel 


2b~ 


Nachlauf 


109 mm 


Trockengewicht 


237 kg 




11 



2001 «RI300 



Fahrwerk 



Rahmen 



Die FJR1300 ist mit einem Bruckenrahmen ausgeriistet. der rnit zwei leichten. weil 

hohlgegossenen Oberziigen aus Aluminium fur Stabilitat sorgt. 

Das Rahmenheck aus Aluminium ist angeschraubt. 

Der Motor wird als tragendes Element ins Fahrwerk integhert. 




23 



Fahrwerk 



Teleskopgabel 



Dark im Durchmesser 48 mm starker Standrohre ist die Snqi-Telegabel sehr stabi 
Ein&ldlbar sind: Fcdervorspannung. Dampfungszug und Dampfungsdruckstufe. 



Teleskopgabel-Spezifikation 

Federwcq 



Freit Langc dcr Spiralfeder 
Drahtsta rk e des Spiralfeder 



DampferOltullmcnge 



Olstand (gemessen mit ausgebauter 
Feder, aber bis zum Anschlag einge- 
sehobenem Standrohr von Oberkant a us) 

Einstellungen 



Feder vorspannung (pro Ring = 2 mm) 
D a m pf u nqsd r u ekstuf e* 
Dampfungs?ugstufe* 



135 rim 



270,0 mm 
4,7 mm 
700 cm' 



78.0 mm 



Welch 



15 mm 



25 



3ta: 



7 mm 



15 



25 



10 



Hart 



mm 



1 



* Einstellschraube hineindrehen unrt rlann um genannte Rasten-Anzahl herausdrehen. 



Hmwtis: 

• Die beste Druckstufenemslellung itegt zwischen 4 und 21 Klicks (herausgedrcht). 

• Die beste Zugstufeneinstellung licgt zwischen 8 und M Klicks (herausgedreht). 

• Die Dampfung wird harter. wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn gedreht wird. 

• Die Dampfung wird weicher, wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn 
gedreht wird. 



Zugstufen-Einstellschraube 
(8 Klicks = 1 Umdrehung) 



5tandrohrprotcktor 




/ 




Z^JA. 



A 





© W^ 



Druckstufen-Einstellschraube 
(8 Klicks- 1 Umdrehung) 




ffi 




:i 



M. 



ii 



'£ 



24 



a€XJI FJFU300 



Fahrwerk 



Hinterradaufhangung 

• Die Hinterradfederung der FJR1300 stutzt sich (iber ein Hebelsystem und ein 
Zentralfederbein ab. rias mil zwei verschiedenen Feder-Charakteristiken arbeilen kann 
(iihnlieh wie an der TDM85D). Der Verstellmechanisnms der zweistufigen Feder Ifiir 
Solo- oder Zweipersonenbetrieb) befindct sich auf der linken Seite. 

• Die Zugstufendampfung ist einstellbar. 

• Die Hintcrradscriwingc ist aus Aluminium gegossen. 



Federbein-Spezitikation 


StoBdampferhersteller 
Hub des Federbeins 
Federweg am Hinterrad 
Durchmesser des StoBdampfers 


Soqi 
60 mm 
125 mm 

46 mm 


Fcdcrbein-Einstellungen 


Welch 


Std. 


Hart 


ZuqstufendSmpfung" 


20 


z 


3 


Federvorspannung 

Nur Fahrer = S 

Fahrer und Beifahrer = H 


S 




H 



binsicllscriraubc hinetndrehen und dann urn genannte Rasten-Anzahl herausdrehen. 



Hinweis: 

• Die beste Zugstufendampfung liegl im Bereich zwischen Rastung 3 und 20. 

• Einstellschraube im Uhrzcigersinn drehen = hartere Dampfung 

• Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn drehen = weichere Dampfung 





Fcdcil 


kraft-Einstcllmcchanisn 


1U5 


n?*^'"" Jvvi 




wy- ') - -j-j— f ~*~ -r- 




^Z*£--t/^ ""»-___^^_^ - _ ' | ,1 






1, 1 1- . L T— ■ 


Hebelumlenkung 


Aluminium- 
Sehwingenarm 



25 



Fahrwerk 



Rcifen / Rader / Bremsen 



rorn 



Radbauart und OroBc 



^(.•iftinliiiitribiun 



Bremsscheibcn-0 und Dicke 



Bremszan gen [z wejj 
Bremsbelagmaterial 



Hintcn 



Rad b a u art und GroQc 

R eifendim e nsion 
Brem sscheiben-0 und Dick c 
Bremszange^ 



Bremsbelagmaterial 



Hohlqegossenes Dre i speichenrad, MT 3,50 x 17 



120/70 /H 17 V1rl/elet ML Z 1 



2 x 29 8 mm (schwimm e nd gelaqcrt), 5,0 mm 



Ejntcili g qegossenc Vicrkolbenzanqen (wic Rl) 



Qesintert 





Schwimmend gelagertc 
Schcibc 



Hohlg eqoss encs Dreispeichenrad, MT 5,50 x 17 



1 80/55 ZR 17 Mctzclcr ME Z 4 
1 x 282 mm, 6,0 mm 



D oppelkol b en-Schwimm sa ttclzange 



Gesintert 



Nadeliager 




26 



aOOl fJFH300 



Chassis 



Kraftstofftank 



Der 25-Lifer-Kraftstofftank a us Stahlblech ermoglicht eine bequeme Sitzhaltung. 
Die Reservemenge betragt 5 Liter. 

Die elektrische Benzinpumpe ist mit einern wartungsfreien Benzirifilter ausgeriistet. 
Dos hintere Tonklager vereinfacht Wartungsarbeiten, weil Schlauche und elektrische 
Anschliisse leichter gelost werden konnen. 




Sitzbank 

• Die Sitzflachen fur Fahrer- und Beifahrer sind in die zweiteilige Sitzbank integriert. 



Fahrersitz 




Beifahrersitz 




27 



Chassis 



Elektriseh verstellbares Windschild 

• tin fcst monticrtcs Windschild kann ntcht optimal sein fur jede FahrergroBe und jedes 
Tempo. Dcshalb haben die Stromuriystechnikcr cin cinfach und sehnell justierbares 
WirdSChHd entwickelt, das den indivtduclkn BedOrfnisscn von Fahrcr und Beifohrer 
gerecht werden kann. Beispietsweise ist wahrend langsamen SladtfahHcn die nicdrig- 
ste Windschildstcllung von Vorteil. Bei schneller Farm auf Autobahnen bictct jedoch 
die hohe Schcibe guten Schutz vor Wind und Welter 

• Das Windschild wird uber leichie Hebelarme und einen kompakten fclektomotor ver- 
stellt. der vor den Instrumenten sitzt. Die H6he dcr Scheibenoberkante kann vom 
Lenker aus mil dem linken Daumen urn bis zu 118 Millimeter variiert werden. Bei der 
Verstellung verandert sich der Winkel der Scheiben eben falls um bis zu 20 Grad. Wird 
die Ziindung ausgeschaltet. fahrt das Windschild automatisch auf die niedrigste 
Position. 



Windschildvcrstcllung-Sp 


czifikation 


HohenversU-'lluriy, cjtsamt 
Winkeianderunq derSchelbe 


118 mm 


20' 


Hub des elektrischen Motors 


80 mm 



1I8HM 



Srutzarm 




Draufsicht 



beitenansicht 



28 



ZOOI fJFU300 



Elektrische Anlage 



Scheinwcrfcr / Rucklicht 

• Der Doppelscheinwerfern mit Multireflektoren untersrreioht den spnrtlichrn Auftritt 
der FJR1300. Er ist mit zwei BO/55 Watt-Halogen- und zwei 5 Watt-Standlichtlampen 
hestuckt. 




Das Rucklicht mit den formschdn angesetzlen Blinkern ist schmal gehalten, damit den 

optionalen Seitenkoffer ausreichcnd Platz zur Verfiigung steht. Das Rucklicht ist dop- 

pelt mit Lampen bestuckt. 

Ruck- und Bremslichtlampe: 2 x 12V 21/5 W 

Blinkerlampe:2x 12V21VV 

Die Blinker konnen auch von der Warnblinkanlage aktiviert wetden. 




29 



Eleklrische Anlage 



Cockpit 

• Dip Instrument? wcrdcn vom zcntralen Steuergerat gespeist und sind ebenso 
Hightech-Produkte wie der Motor und das Fahrwerk der FIRI300. Angezeigt werden: 

• Fahrgeschwindigkeit (elektronisch iiber Step-Motor) 

• Motordreh2ahl (elektronisch iiber Step-Motor) 

• Kraftstoffstand 

• Kiihlmitteltempcratur 

• Gcsamtfahrstrccke 

• Tageskilomelcrzahler (Jrn Wechselmodus: Gciaml, Trip 1, Trip 2, Trip F = Reserve) 

• Uhrzeit 

• Aulierdem im Cockpit: Blinker-, r-ernhcht-. leerlaulkontrollleuchten sowvie die 
Warnleuchten fur zu geringen Oistand und eine fehlerhafte Motorsteuerung. 




LCD-Display 

• Gesamtkilomcteran^dgcAagcskilunictcrzahkr 

• Kraftstoffstandanzeige: 8 Segmenle werden vom Wideistand des Schwimmerstand- 
gebers gesteuert. 

• Kuhlmitteltemperaturanzeige: 6 Scgmente im Display 



Kuhlmitteltemperatur in lirad C 


LCD-Display-Seqmente 


- 40 a 


i Segment 


40 - 60' 


60 - 80 e 


1 - 2 Seqmente 


80 - 100* 


1 - 3 Segmente 


100 -110° 


1 - 4 Seqmente 


110 - 120" 


h Si-ijmi'nti- 


uber 120° 


1 - 5 an, 6. Segment blinkt 



ZOOl rJF*1300 



Elektrische Anlage 



Funktionswcisc der Instrumentc 

!. Kilometerzablmndus wahlen 

Reserveanzeige (Trip F). Tageskilometcrzahlcr (Trip A). Tagcskilomcterzahler (Trip B). 

Gesamtfahrstrecke (ODO) 



TRIP F erscheint im Display, wenn die Benzin-Reserve 




crrcicht ist. 




TRIP A wird kontinuicrlich angczcigt. 





1.1. Den Wahlschalter ..Select" driicken, um zwischen den Anzeigen Trip A. Trip B. Trip F 
und Gesamtfahrstrecke .Odometer" zu wechseln. 

1.2. Um die Tageskilometerzahler auf .0" zu stellen, den gewiinschten Modus wahlen 
und den Ruckstellschalter „Reset" fur mindestens eine Sekunde gedriickt halten. 

2. Uhrzeit cinstcllcn 

2.1. Um die Uhrzeit einzustellen, den .Select" und .Resef-Schalter gleichzeitig fur 
mindestens zwei Sekunden gedruckt halten, bis die Stunden-Anzetge zu blinken 
beginnt. 

Den „Reset"-Schalter driicken. um die Stunden einzustellen. 
Den „5elect"-5chalter driicken, um in den Minuten-Einstellmodus zu wechseln. 
Den „Reset"-Schalter drucken. um die Minuten einzustellen. 
Den „Select"-Schalter drucken, um die eingestellte Uhrzeit abzuspeichern. 



Hinweis: Wird wahrend des Einstellvorganges die Zundung ausgesehaltet werden die 
Anderungen nicht in den Uhrzeitspeicher iibernommen. 

Wird beim Finstellen der ..Resef-Schalter gednickt gehalten. wechselt die 
Zeitanzeige sehr schnell, bis der Sehalter wieder losgelassen wird. 



31 



Elektrischc Anlage 



Batterie / Lichtmaschinenleistung 

• Batterietyp: GS GT14B-4 

• Lichtmaschine: Wechselstrom-Generator mit Permanent-Magneten 

• Lichtmaschinenleistung bei Gleichspannung: 490 Walt / 14V/ 35 Ampere he! 5000/min 




Elektronisches Steuergerat 

• Das Steuergerat gehtirt zu einer vollig neuen Generation, 

• Es ist sehr kompakt und auBergewohnlich leicht. 

• Oer Drehzahlbegrenzer setzt bei 9200/min ein. 




32 



Technische I) a ten 



Yamaha FJR1300 



2001 FJFV300 





Abmessungen: 




Gesamtlanqe 


2195 mm 


Gesamtbreite 


760 mm 


Gesamthohe 


1120 mm 


Sitzhcihc 


BOO mm 


Rad stand 


1013 mm 


Gewicht: 




Trockenqtwicht (ohne 01 u. Benzin) 


237 kq 


£ulassiqes tiesamtqewicht 


4/6 kq 


Motor: 




Motortyp 


Flussigkeitsgekiihlter DOHC-Viertakter 


Zylinder 


Vier Zylinder in Reihe, nach vorn geneigt 


H ubra urn 


1 298 cm 1 


Bohrung x Hub 


79.0 x 66.2 mm 


Verdiohtunq 


10.8 : 1 


Leerlaufdrehzahl 


1050/min 


Startsystem 


Elektrischer Anlasset 


Kraftstoffanlaqe 




EmpfoMenc Treibstoff 


unvcrblcitcs Benzin 


Kraftstofftankvolumcn 


25 Liter 


Davun Reserve 


5 Litei 


Stlimicrsyslcm: 




3a.j;irt 


Nasssumpfschmierunq 


MotoriH: 




Emptohlene Olsorte 


SAfc 20W40 


Motorolfullmenqe 


4,9 Liter 


Olfilterbauart: 


Olfilterpatrone 


Olpumpenbauart: 


Trochoidenpumpe 


Kiihl system: 




Gebaintvolumen 


:^i8S cm' 


Volumen des Ausqleichsbe halters 


485 cm* 


ZUndkcrzc: 




Typ 


CR8E / U24ESR-N 


Hers teller 


NGK /DENSO 


Elektrodenabstand 


0,7-0,8 mm 


Nockenwelknantrieb: 




Bauart 


Zdhiiki-ltu, rt-L-h'.b 


Kupplung: 




8dua't 


Mehrscheibenkupplung im Olbad 


Betatigung 


H/draulisch 



33 



Technische Oaten 



Yamaha FJR1300 





Gctriebc/Kraftubcrtraqunq: 




Wechsclgetriebe-Bauart 


Funfqang-Klauenschaltunq 


Gannstufeniibersetzunn 1 Ganq 


43/17 (2,529) 


3. Ganq 


39/22 (1.//3I 


3. Ganq 


31/23 (i,:m« 


4. Ganq 


2B/2G 11,077; 


5. Gang 


2C/20 (C.020I 


Primarubcrsettunq 


75/48(1,5531 


Sckunda rubcrsetzunigsvcrha 1 tnis 


35/36 x 21/27 x 33/9 = 2.773 


Sekundarantrieb 


Kardanwelle 


Schaltmechanlsmus: 




Bauart 


Schaltwalze 


Luftfilter: 




Bauart 


Trockenelement 


Fahrwcrk: 




Rahmenbauart 


Bruckenrahmen ausAlu-Guss 


Lcnkkopfwinkel 


26° 


Nachlauf 


109 mm 


Rrifcn: 




Bauart 


Schlauchlosreifen 


Dimension vorn 


120/70 ZR1 7 (58W) 


Dimension hinten 


180/5S ZR1 / (73W) 


Hersteller vorn 


Mrl/clci MT 7 4/Bndgcs;unu FBTQ20F 


Hcrstcllcr hinten 


Metzeler ME Z 4/Bridqestone FBT020R 


Rader: 




Rad bauart 


Dreispeichen-Gussrad aus Alu 


Raddimension 


MT3,50x 17; MI 5,50 x 17 


Brcmse: 




Bauart vorn 


Doppelseheibenbremse 


ScheibenqrdGe 


298 mm 


Bauart hinten 


Einzelscheibenbremse 


Scheibenqrofk 


282 mm 


Empfnlilene Bremsfliissiqkeit 


DOT 4 


Radaufha'ngungen: 




Bauart vorn 


Teleskopgabel 


Standrohrdurchmcsscr 


48 mm 


Bauart hinten 


Schwinqc mit Hebelanlcnkung 


Stofldampfcr: 




Bauart vorn 


Spiralfedcr/Oldampfunq 


Bauart hinten 


Spiralfcder/Oldampfcr.qasdruckuntr-i^iur?! 


Federweg: 




Vorderrad 


US rrm 


Hinterrad 


12b mm 



34